Annan fordert Internet-Zugang für alle
publiziert: Mittwoch, 16. Nov 2005 / 22:03 Uhr

Tunis - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat zum Auftakt des Weltinformationsgipfels (WSIS) in Tunis die Staatengemeinschaft aufgerufen, allen Menschen Zugang zum Internet zu ermöglichen.

Kofi Annan macht eher politische, denn finanzielle Gründe für einen Ausschluss vom Internet verantwortlich.
Kofi Annan macht eher politische, denn finanzielle Gründe für einen Ausschluss vom Internet verantwortlich.
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Die Vorteile der digitalen Vernetzung seien für zu viele Menschen unerreichbar, kritisierte Annan. Die Gründe für den mangelnden Zugang zum Internet seien eher politischer als finanzieller Natur. Die UNO will bis 2015 jedes Dorf der Welt ans Internet anschliessen.

Im Tauziehen zwischen den USA und anderen Ländergruppen um eine neue «Weltordnung» für das Internet verlangte Annan weitere Verhandlungen. Derzeit sei die Verwaltung des weltweiten Netzes durch die amerikanische Stiftung ICANN noch sinnvoll, sagte Annan.

Kompromiss

Die rund 170 Teilnehmerländer des Gipfels hatten sich in der Nacht bei den Vorverhandlungen auf den Kompromiss geeinigt, die Frage der Internet-Politik in einem internationalen Forum zu erörtern.

Der Text soll am Freitag zum Abschluss des Gipfels offiziell verabschiedet werden. ICANN soll damit weiter für die Verwaltung des Internet zuständig sein.

Die EU-Staaten sowie Schwellen- und Entwicklungsländer streben aber eine weiter gehende «neue Form der Zusammenarbeit» für das Internet an. ICANN wird vom US-Handelsministerium kontrolliert.

USA gegen eine zentrale Internet-Verwaltung

Die USA lehnen internationale Gremien für die Internet-Verwaltung ab. Sie blockierten die Verhandlungen, bis klar war, dass das neue Forum keine echte Aufsichtsrolle übernimmt. Die Schweiz unterstützt sowohl die Schaffung eines Forums als auch die weitere Internet-Regulierung durch ICANN.

An dem Gipfel wollen die rund 10 000 Teilnehmer dazu beitragen, den digitalen Graben zwischen armen und reichen Ländern zu überwinden. Die Schweiz ist als Gastgeberin des ersten Gipfels 2003 in Genf Ehrengast in Tunis.

(fest/sda)

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