Annan fordert Ja für UNO-Truppen in Darfur
publiziert: Sonntag, 24. Sep 2006 / 09:55 Uhr

Paris - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat an den Sudan appelliert, seinen Widerstand gegen die Stationierung von UNO-Truppen in der Krisenregion Darfur endlich aufzugeben. Die Streitkräfte der UNO seien besser ausgerüstet als die der Afrikanischen Union (AU).

UNO-Generalsekretär Kofi Annan.
UNO-Generalsekretär Kofi Annan.
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Das schrieb Annan in einem Meinungsbeitrag für die französische Zeitung «Le Figaro» am Samstag. Die Regierung in Khartum riskiere, sich mit ihrer Haltung nicht nur in Afrika, sondern in der ganzen Welt zu diskreditieren.

Die AU hatte zuletzt beschlossen, das Mandat ihrer 7000 Mann umfassenden Friedenstruppe für Darfur um drei Monate bis zum Ende des Jahres zu verlängern und dabei auf die Unterstützung der UNO zurückzugreifen.

Die im August vom Sicherheitsrat beschlossene Ablösung der unterfinanzierten Truppe durch UNO-Blauhelme lehnt die sudanesische Regierung aber nach wie vor ab.

Bis zu 22 500 UNO-Einheiten

Die Resolution des Sicherheitsrats sieht den Einsatz von bis zu 22 500 Soldaten und Polizisten vor. Sie bindet diesen jedoch an die Zustimmung der Regierung in dem nordostafrikanischen Land.

Durch die seit 2003 andauernde Gewalt zwischen Rebellen und von der Regierung unterstützten Milizen in Darfur sind mehr als 200 000 Menschen ums Leben gekommen. Rund 2,5 Millionen Menschen wurden vertrieben.

Erst am Freitag hatten UNO-Beobachter dem Militär vorgeworfen, Luftangriffe auf Dörfer im Norden von Darfur zu fliegen und dabei Zivilisten zu töten.

Diese Eskalation der Gewalt verurteile er aufs Schärfste, betonte Annan in seinem Beitrag. Die Regierung müsse diese Offensive sofort stoppen und zur Beilegung des Konflikts eine politische Lösung finden.

(bert/sda)

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