Annan warnt Khartum vor Sicherheitsvakuum
publiziert: Dienstag, 5. Sep 2006 / 17:37 Uhr

Addis Abeba - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat vor einem Sicherheitsvakuum in der sudanesischen Region Darfur gewarnt.

Der drohende Abzug der AU-Soldaten führe zu einem Machtvakuum.
Der drohende Abzug der AU-Soldaten führe zu einem Machtvakuum.
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Bei seinem Besuch in Ägypten sprach er von der damit verbundenen Verschlechterung der humanitären Lage. Die Regierung in Sudan hatte von der Afrikanischen Union (AU) verlangt, dass sie bis am 30. September entscheiden müsse, ob sie weiter in Darfur aktiv sein wolle.

Der Entschluss des UNO-Sicherheitsrates, die 7000 Mann starke AU-Mission durch 20 000 UNO-Blauhelme zu ersetzen wird von Khartum abgelehnt.

Die von Annan erwähnte Verschlechterung der humanitären Lage stellen die humanitären Organisationen bereits seit längerem fest. Für die 700 WFP Mitarbeiter sei es in den letzten Monaten immer schwieriger geworden, die Hilfsbedürftigen überhaupt zu erreichen, sagte die Sprecherin der Welternährungsprogramms (WFP), Christiane Berthiaume in Genf.

Der Tod eines IKRK-Mitarbeiters weise ebenfalls auf die prekäre Lage hin. Der nun drohende Abzug der AU-Soldaten führe dann zu einem Machtvakuum, was sehr beunruhigend sei, sagte Berthiaume weiter.

Mission an UNO übertragen

Die Afrikanische Union (AU) bekräftigte ihren Entschluss, das am 30. September auslaufende Mandat nicht weiter zu verlängern. Es sei nun an der Zeit, die Mission an die UNO zu übertragen, hiess es an der Sitzung in Addis Abeba.

Bereits im Juni hatten die AU-Staatschefs auf einem Gipfel beschlossen, das Mandat im September auslaufen zu lassen. Der AU-Mission mangelt es an Geld und Technik, sie gilt als wenig effektiv.

In der westsudanesischen Region hatte im Februar 2003 ein Aufstand gegen die Regierung begonnen, in dessen Verlauf bereits bis zu 300 000 Menschen starben und 2,5 Millionen in die Flucht getrieben wurden.

(smw/sda)

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