Annan will vermitteln - Israelische Regierungskreise sind dagegen
publiziert: Montag, 4. Sep 2006 / 22:22 Uhr

New York - UNO-Generalsekretär Kofi Annan will bei Verhandlungen zur Freilassung zweier von der Hisbollah entführten israelischen Soldaten vermitteln.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan.
UNO-Generalsekretär Kofi Annan.
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Libanon und Israel hätten sein Angebot zur Mediation angenommen, sagte Annan.

Es gebe zwar kein offizielles Abkommen, sagte Annan im saudi-arabischen Dscheddah. Beide Seiten hätten jedoch Verhandlungen unter Führung der UNO zugestimmt. Er werde hierfür einen Vermittler benennen, ohne jedoch dessen Namen zu veröffentlichen. Ziel sei es, dass sein Sonderbeauftragter «diskret und in Ruhe» mit beiden Seiten arbeiten könne, sagte Annan.

Israelische Regierungskreise dementierten aber, einer solchen Vermittlerrolle zugestimmt zu haben, wie die Internet-Seite YNET berichtete. «Wir haben uns nicht damit einverstanden erklärt, dass die UNO oder Kofi Annan Vermittler werden», wurden Regierungskreise von YNET zitiert. Eine offizielle Stellungnahme lag nicht vor.

Die schiitische Hisbollah hatte am 12. Juli zwei israelische Soldaten verschleppt und acht weitere getötet. Die Milizionäre wollen mit den beiden Geiseln die Freilassung libanesischer Gefangener aus israelischen Gefängnissen erreichen.

Der Vorfall hatte die israelischen Angriffe auf das Nachbarland ausgelöst. Die Kämpfe endeten erst unter Vermittlung der Vereinten Nationen am 14. August.

(li/sda)

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