Keine konkreten Erfolge für Annan in Syrien
Annans Gespräche in Syrien enden ohne konkretes Ergebnis
publiziert: Sonntag, 11. Mrz 2012 / 20:24 Uhr
Kofi Annan ist optimistischer als am Samstag.
Kofi Annan ist optimistischer als am Samstag.

Kairo - Unbeeindruckt von den Friedensbemühungen des Sondergesandten Kofi Annan hat das syrische Regime am Wochenende die Stadt Idlib im Nordwesten des Landes durch die Armee stürmen lassen. Annan zeigte sich «tief besorgt» über die Lage in dem Land.

4 Meldungen im Zusammenhang
Während Annan dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in Gesprächen am Samstag und Sonntag Vorschläge für ein Ende der Gewalt unterbreitete, wurden laut Aktivisten landesweit mehr als 90 Menschen getötet.

Der frühere UNO-Generalsekretär Annan setzte sich in Damaskus als Gesandter der UNO und der Arabischen Liga für ein Ende der Gewalt, ungehinderten Zugang für Helfer und die Freilassung von politischen Häftlingen ein.

Er habe mehrere «konkrete Vorschläge» unterbreitet, sagte Annan nach dem Treffen am Sonntag vor Journalisten. Nachdem er sich am Samstag «tief besorgt» geäussert hatte, sei er nun «optimistisch».

Zwar seien die Friedensbemühungen schwierig, «aber wir müssen hoffen», sagte Annan. Die Lage in Syrien sei «so schlimm und gefährlich», dass die Mission nicht scheitern dürfe. Assad lässt seit etwa einem Jahr die Protestbewegung in seinem Land brutal niederschlagen. Mindestens 8500 Menschen sollen laut Opposition bisher getötet worden sein.

Ergebnislos

Die Gespräche zwischen Annan und Assad endeten am Sonntag ergebnislos. Assad demonstrierte bereits nach der ersten Gesprächsrunde am Samstag Härte. Eine politische Lösung sei nicht möglich, solange «bewaffnete Terroristen» das Land destabilisierten, sagte der Präsident. Er nennt die Opposition Terroristen.

Es war auch unklar, wann die Gespräche fortgesetzt werden. Annan reiste nach Katar ab. Am Montag soll der Konflikt Thema im UNO-Sicherheitsrat sein.

Treffen mit Opposition

Annan traf in Damaskus auch Vertreter der Opposition. Als Vorbedingungen für einen Dialog nannten sie den Abzug sämtlicher Truppen aus den Städten und die Freilassung von politischen Gefangenen. «Ohne eine Waffenruhe können wir nicht über einen politischen Prozess sprechen», sagte der Oppositionelle Abdel Asis al-Cheir.

Eine Vertreterin des Syrischen Nationalrats, Bassma Kodmani, sagte dem Sender BBC, Assads «Rücktritt ist die erste Bedingung für jegliche Diskussion oder Verhandlung».

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Peking - China hat mit «Bedauern» auf den Rücktritt des internationalen Syrien-Sondergesandten Kofi Annan ... mehr lesen
Kofi Annan hatte Sondergesandter Syriens eine schwere Aufgabe.
Präsident Baschar al-Assad.
Damaskus - Inmitten der anhaltenden Gewalt in Syrien hat Baschar al-Assad ... mehr lesen
New York - Ein Jahr nach Beginn der blutigen Gewalt in Syrien haben die Staaten des UNO-Sicherheitsrates ein sofortiges Ende ... mehr lesen 1
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon.
Die Bewohner flüchten aus Homs. (Archivbild)
München - Bei einem Massaker in der syrischen Stadt Homs sind nach Darstellung ... mehr lesen
Die Rakete sei vom Stützpunkt Dongchang-ri ...
Scharfe Kritik von UNO-Sicherheitsrat  Seoul - Nur einen Monat nach seinem kritisierten Atomtest hat Nordkorea mit dem Start einer Weltraumrakete erneut die Weltgemeinschaft herausgefordert. Zahlreiche Regierungen sehen dies als verdeckten Test einer ballistischen Langstreckenrakete, die Atomwaffen tragen könnte. 
US-Wahlen  Manchester - Wenige Tage vor der wichtigen zweiten Vorwahl im US-Präsidentschaftsrennen sind die «Underdogs» im republikanischen ...
Für Jeb Bush geht es nach seinem äusserst schlechten Abschneiden bei der ersten Vorwahl in Iowa am Dienstag in New Hampshire ums politische Überleben.
Clinton wirft Sanders unrealistische Politik vor Durham - Hillary Clinton und Bernie Sanders haben sich am Donnerstag eine weitere hitzige TV-Debatte ...
Trump bleibt TV-Debatte fern Des Moines - US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat seine Ankündigung wahr gemacht und ...
Titel Forum Teaser
 
Wettbewerb
   
Die geladenen Gäste werden eine Fahrt durch den mit 57 Kilometern längsten Bahntunnel der Welt machen.
Gotthard-Basistunnel  Bern - 160'000 Personen haben sich bis zum Ablauf des Wettbewerbs für Fahrkarten in jenen beiden Zügen beworben, die am 1. ...
Eröffnungsfahrt zu gewinnen  Bern - Wer am 1. Juni 2016 in einem der beiden Züge, die den Gotthard-Basistunnel eröffnen, mitfahren will, kann sich nun um Fahrkarten bewerben. ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 8°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Basel 3°C 7°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
St.Gallen 11°C 11°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 0°C 6°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 2°C 8°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 5°C 6°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Lugano 5°C 5°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten