Annen wills nochmals packen
publiziert: Freitag, 24. Feb 2006 / 06:30 Uhr / aktualisiert: Freitag, 24. Feb 2006 / 06:56 Uhr

Fünf Teams kommen im olympischen Viererbob-Rennen am Freitag und Samstag in Cesana für den Gewinn einer Medaille in Frage.

Martin Annen will aufs Podest.
Martin Annen will aufs Podest.
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Topfavorit ist Olympiasieger Andre Lange (De), und Martin Annen gehört erneut zu den Anwärtern auf einen Platz auf dem Podest.

Gelingen dem 32-jährigen Annen vier so saubere Fahrten wie mit dem Zweierbob, hat er seine dritte olympische Medaille wohl auf sicher.

In den Trainings mit dem schweren Schlitten liess der Schwyzer zwar Schwächen erkennen, die Zuversicht liess er sich im Vorfeld des Renens aber nicht nehmen: «Wir sind hier, um auch mit dem Viererbob eine Medaille zu gewinnen.»

Frühe Führung

Annen hofft insbesondere, schon in der Startspur eine Differenz zwischen sich und die Konkurrenz legen zu können. Er hält mit seinem Team seit dem Sieg im Rahmen des Weltcups im Januar 2005 sowohl den Start- als auch den Bahnrekord auf der Olympiapiste.

Hinter dem Suermann schieben starke Hinterleute den Bob an: Thomas Lamparter (28), Beat Hefti (28) und Cédric Grand (30). Der Berner Lamparter ist Olympia-Debütant, der Appenzeller Hefti zweifacher Olympia-Medaillengewinner und der Genfer besitzt eine ansehnliche «Ledermedaillen»-Sammlung als Teilnehmer an Grossanlässen.

Die fünf 4. Ränge des Sprinters und Schweizer Rekordhalters über 60 m datieren von 1998 im Zweierbob mit Steuermann Christian Reich (OS), 1999 im Viererbob von Reto Götschi (WM), 2000 im Zweierbob mit Götschi (WM), 2002 im Viererbob mit Annen (OS), von 2005 im Zweierbob mit Ivo Rüegg und im Viererbob mit Annen (WM).

Medaillen-Tradition

Zwei 4. Plätze mit dem Viererbob in wichtigen Rennen hat mithin auch Annen auf dem Konto. Vor vier Jahren in Salt Lake City (USA) fiel er im vierten Durchgang vom 2. in den 4. Rang zurück, vor Jahresfrist verpasste er WM-Silber um nur 0,05 Sekunden, stand am Schluss aber mit leeren Händen da.

Olympische Viererbob-Medaillen haben in der Schweiz Tradition; von 1968 bis 1998 gab es stets Edelmetall für Schweizer Mannschaften, ehe Annen 2002 auch ein Opfer des Schnees wurde.

Dank Bronze mit dem Zweierbob ist Annen einigen Druck los geworden. Er sollte mittlerweile routiniert genug sein, um im Fünfkampf auch nervlich bestehen zu können.

Silber sollte möglich sein

Annens schärfste Gegner sind der Weltmeister und Titelverteidiger Lange (33), der russische WM-Zweite Alexander Zubkow (32), der WM-Dritte Pierre Lueders (Ka) und Todd Hays (USA), der Olympia-Zweite von 2002.

Lange wird wahrscheinlich schwer zu besiegen sein, Silber liegt für Europameister Annen aber im Bereich des Möglichen. «Bronzemedaillen habe ich schon genug», sagte Annen, der schon je zweimal WM- und Olympia-Dritter wurde.

Punkto Material sollten die Schweizer im Vergleich zu Lange nicht mehr derart im Nachteil sein wie im Rennen mit dem Boblet, aber der Deutsche ist auch an den Steuerseilen ein Champion.

Besser als im Zweier

Annen könnte eine für den Schweizer Verband schon ziemlich erfolgreiche Saison krönen. Vor den Olympischen Spielen gab es an den EM Gold, Silber und Bronze, überdies wurde Beat Heftis jüngerer Bruder Urs (26) Junioren-Weltmeister.

Hintermann des jüngeren Hefti an der Junioren-WM war der Thurgauer Roman Handschin (24), der das olympische Viererbob-Rennen im Schlitten von Steuermann Ivo Rüegg (35) zusammen mit Andy Gees (31) und Christian Aebli (28) in Angriff nimmt.

Rüeggs Ziel wird es sein, aus dem Fünf- einen Sechskampf zu machen. Er sollte auf jeden Fall besser abschneiden als im Wettkampf mit dem Zweierbob, den er als Achter beendete.

(Daniel Good, Cesana/Si)

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