Anonyme Quellen gegendarstellen
publiziert: Dienstag, 21. Jun 2005 / 14:36 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 21. Jun 2005 / 15:08 Uhr

Bern - Bei der Veröffentlichung von Vorwürfen aus anonymen Quellen ist laut dem Schweizer Presserat besondere Vorsicht geboten. In diesem Fall muss stets eine Stellungnahme des Betroffenen eingeholt werden.

Anonyme Vorwürfe sollten Zeitungen nicht ohne Nachfrage publizieren.
Anonyme Vorwürfe sollten Zeitungen nicht ohne Nachfrage publizieren.
1 Meldung im Zusammenhang
Dies gelte selbst dann, wenn die Vorwürfe nicht allzu schwer wiegen würden und die Veröffentlichung im Rahmen eines satirischen Beitrags geschehe, schreibt der Presserat in einer Stellungnahme zu einem Artikel in "Facts" vom 16. Dezember 2004.

Das Nachrichtenmagazin hatte damals in seiner Rubrik "Aperçu" einen kurzen Text zum angeblich gespannten Klima in der SP-Bundeshausfraktion veröffentlicht. Dabei berief sich "Facts" auf anonyme Informanten und titelte mit "Terror-Alarm bei den Sozialdemokraten".

"Taliban-Grüppchen"

Laut der Meldung warfen "mehrere Parlamentarier, darunter prominente Namen" den drei SP-Nationalräten Andrea Hämmerle (GR), Werner Marti (GL) und Jacqueline Fehr (ZH) "zunehmenden Gesinnungsterror" vor. In der SP-Fraktion kursiere bereits das Wort vom "Taliban-Grüppchen".

Hämmerle, Marti und Fehr gelangten darauf in einer Beschwerde an den Presserat. Diese wurde teilweise gutgeheissen. Nachdem die fraktionsinternen Kritiker für den Leser anonym blieben, wäre "Facts" laut Presserat fairerweise gehalten gewesen, sich nicht auf eine satirisch überspitzte Wiedergabe der Vorwürfe zu beschränken.

Vielmehr hätte die Zeitschrift über die anonymen Vorwürfe hinaus weitere Stimmen einholen sollen, heisst es in der Stellungnahme weiter. Zumindest die von der politisch nicht irrelevanten Kritik betroffenen Hämmerle, Marti und Fehr hätten befragt werden sollen. Den übrigen Vorwürfen des SP-Trios gab der Presserat nicht statt.

(fest/sda)

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