Anschläge als «Rache» für muslimische Opfer
publiziert: Sonntag, 27. Jul 2008 / 17:12 Uhr

Neu Delhi - Indien ist erneut von einer verheerenden Bombenserie erschüttert worden. Bei 16 offensichtlich koordinierten Sprengstoffanschlägen wurden am Samstag in der westindischen Millionenmetropole Ahmedabad mindestens 45 Menschen getötet.

Ob die «indischen Mudschahedin» wirklich die Urheber der Anschlagsserie waren, wurde offiziell nicht bestätigt. (Symbolbild)
Ob die «indischen Mudschahedin» wirklich die Urheber der Anschlagsserie waren, wurde offiziell nicht bestätigt. (Symbolbild)
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Über 160 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Das teilte die Regierung des Bundesstaates Gujarat mit.

Zu den Attentaten, die neben zentralen Plätzen auch zwei Spitäler ins Visier nahmen, bekannte sich nach Berichten indischer Fernsehsender die kaum bekannte Gruppierung namens «indische Mudschahedin».

Anschläge als «Rache»

In dem Bekennerschreiben bezeichneten die Extremisten die Anschläge als «Rache» für muslimische Opfer, die vor sechs Jahren bei gewaltsamen Übergriffen radikaler Hindus in Ahmedabad und anderen Städten Gujarats ums Leben gekommen waren.

Ob die «indischen Mudschahedin» wirklich die Urheber der Anschlagsserie waren, wurde offiziell nicht bestätigt. Aus indischen Sicherheitskreisen verlautete, dass hinter der wenig bekannten Gruppe die radikal-islamischen Organisation Lashkar-e-Toiba stehen könnte, die für zahlreiche blutige Anschläge in Indien verantwortlich gemacht wird.

30 Verdächtigte festgenommen

Im Zuge der Ermittlungen wurden allein im Bundesstaat Gujarat bislang mehr als 30 Verdächtigte vorläufig festgenommen.

Die zum Teil an Velos befestigten Bomben waren nach Angaben der Polizei mit Zeitzündern versehen und explodierten am Samstagabend (Ortszeit) kurz hintereinander, unter anderem auf verschiedenen Märkten Ahmedabads und in Wohnvierteln. Mindestens eine Explosion habe sich vor einem Spital ereignet, berichteten indische Medien.

Landesweit wurden Polizei und Armee in Alarmbereitschaft versetzt. Staatspräsidentin Pratibha Patil und Premierminister Manmohan Singh riefen die Menschen auf, Ruhe zu bewahren. Es gehe jetzt vor allem darum, die Ordnung aufrecht zu erhalten.

(li/sda)

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