Mindestens 35 Tote
Anschläge auf Busbahnhöfe in Nigeria
publiziert: Donnerstag, 26. Feb 2015 / 18:58 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 26. Feb 2015 / 21:39 Uhr
Zu dem Bombenanschlag bekannte sich niemand. (Symbolbild)
Zu dem Bombenanschlag bekannte sich niemand. (Symbolbild)

Bauchi - Bei Anschlägen auf Busbahnhöfe in Nigeria sind am Donnerstag mindestens 35 Menschen getötet worden. Mindestens 18 Menschen starben nach Angaben von Augenzeugen, als sich ein Selbstmordattentäter an einem Busbahnhof von Biu im Nordosten des Landes in die Luft sprengte.

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Bei dem Selbstmordanschlag in Biu wurden auch zahlreiche Menschen verletzt, sagte ein Mitglied einer Bürgerwehr der Nachrichtenagentur AFP. Ein zweiter Selbstmordattentäter wurde demnach von der Armee erschossen, bevor er seinen Sprengsatz zünden konnte. Bis zum Abend gelang es nicht, die Sprengladungen an seiner Leiche zu entschärfen.

Beide Attentäter gaben sich laut einem weiteren Augenzeugen als fahrende Händler aus. Später explodierten dann zwei Bomben im Busbahnhof von Jos und vor den angrenzenden Obst-Ständen. Mindestens 17 Personen wurden bei den Anschlägen in der zentralnigerianischen Stadt Jos getötet.

Zu den Anschlägen bekannte sich niemand, doch tragen sie die Handschrift der Terrorgruppe Boko Haram. Diese kämpft seit Jahren für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias.

In den vergangenen Monaten weitete die Extremistengruppe ihre Angriffe auch auf benachbarte Staaten aus - darunter Niger, wo das Parlament am Donnerstag den Ausnahmezustand in der Grenzregion Diffa um drei Monate verlängerte.

Jonathan in Baga

Das schlimmste Massaker verübten Boko-Haram-Kämpfer, als sie Anfang Januar die Stadt Baga am Tschadsee einnahmen. Bei dem Angriff sollen hunderte Zivilisten getötet und Tausende in die Flucht getrieben worden sein. Vergangene Woche gelang es der Armee nach eigenen Angaben, die Islamisten wieder aus Baga zu vertreiben. Am Donnerstag besuchte Präsident Goodluck Jonathan die Stadt und versprach, sie rasch wieder aufzubauen.

Der Präsident wird immer wieder für seine Unfähigkeit kritisiert, den Aufstand der Islamisten unter Kontrolle zu bekommen. Nach der Rückeroberung Bagas erklärte er am Montag, das Blatt habe sich nun gewendet, doch starben seitdem Dutzende weitere Menschen durch Anschläge.

Am Donnerstag sagte Jonathan, er habe immer noch Hoffnung, dass die Offensive gegen Boko Haram bald erfolgreich zu Ende gehen werde. Am 28. März finden in dem westafrikanischen Staat Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt.

(flok/sda)

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