Explosionen in Ägypten
Anschläge stoppen Gas-Lieferungen nach Israel
publiziert: Donnerstag, 10. Nov 2011 / 08:46 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Nov 2011 / 09:33 Uhr
Die Gas-Pipelines dienen als einfaches Angriffsziel, um in Ägypten Israel-Kritik zu üben.
Die Gas-Pipelines dienen als einfaches Angriffsziel, um in Ägypten Israel-Kritik zu üben.

Kairo - Auf die ägyptischen Pipeline, durch die Gas nach Israel und Jordanien gepumpt wird, ist am frühen Donnerstagmorgen ein Anschlag verübt worden. Nach den zwei Explosionen kam der Gasexport zum Erliegen.

5 Meldungen im Zusammenhang
Bei den beiden Explosionen wurden Teile der Pipeline zerstört, wie die Behörden mitteilten. Über mögliche Tote oder Verletzte lagen keine Informationen vor.

Die erste Detonation habe die Leitung rund 40 Kilometer westlich der Stadt Al-Arisch im Norden der Sinaihalbinsel getroffen, hiess es aus ägyptischen Sicherheitskreisen. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Mena gab es in der Nähe später eine zweite Explosion.

Zeugen berichteten den Sicherheitskreisen zufolge von bewaffneten Männern am Ort der ersten Explosion. Die zweite Detonation ereignete sich nach Mena-Angaben an einer Pumpstation und löste einen Brand aus. Demnach marschierte nach den Vorfällen das ägyptische Militär am Ort des Geschehens auf.

Sieben Anschläge seit Mubaraks Sturz

Es war bereits der siebte Anschlag auf die Pipeline seit dem Sturz des langjährigen ägyptischen Machthabers Husni Mubarak im Februar. In der Folge mussten die Gaslieferungen nach Israel mehrfach gestoppt werden. Nach dem letzten Anschlag war der Export erst vor einem Monat wiederaufgenommen worden.

Israel deckt etwa 40 Prozent seines Energiebedarfs aus Erdgas, das es zu 43 Prozent aus Ägypten bezieht. Den jordanischen Gasbedarf deckt Ägypten zu rund 80 Prozent. Seit dem Sturz Mubaraks gerieten die Lieferungen nach Israel zunehmend in die Kritik.

Über die Urheber des Anschlags vom Donnerstag war zunächst nichts bekannt. Die ägyptischen Behörden kündigten verschiedentlich an, die Sicherheitsmassnahmen entlang der Leitung verstärken und die Täter festnehmen zu wollen.

(dyn/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Al-Arisch - Unbekannte haben in der Nacht zum Sonntag im Norden der ägyptischen Halbinsel Sinai erneut eine Pipeline in die Luft gesprengt, über die Israel und Jordanien mit Gas ... mehr lesen
Die Gas-Lieferungen Ägyptens nach Israel sind in der ägyptischen Bevölkerung äusserst unpopulär. (Symbolbild)
Kairo - Das Strafgericht in Kairo hat den ehemaligen ägyptischen Erdölminister Sami Fahmi im Zusammenhang mit Erdgas-Exporten nach Israel zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass Fahmi, der Geschäftsmann Hussein Salem und fünf weitere höhere Beamte des Ministeriums Ägypten einen Schaden von 574 Millionen Euro zufügten. mehr lesen 
Angespannte Lage zwischen Israel und Ägypten.
Kairo - Auf eine Gas-Pipeline von Ägypten nach Israel ist erneut ein Anschlag verübt worden. Bei der Explosion im Norden der ... mehr lesen
Kairo - Unbekannte haben am Mittwochmorgen einen Sprengstoffanschlag auf eine nach Israel und Jordanien führende Gasleitung ... mehr lesen
Die Anschläge auf ägyptische Pipelines häufen sich.
Dier Erdgaslieferungen nach Jordanien und Israel sind unterbrochen (Symbolbild)
Kairo - Attentäter in Ägypten haben ... mehr lesen
Die sieben Männer und eine Frau stünden in «direkter ...
Anschlag in Tunesien  Tunis - Knapp eine Woche nach dem Anschlag auf ein Strandhotel in Tunesien mit 38 Toten haben die Sicherheitsbehörden acht Verdächtige festgenommen. Die sieben Männer und eine Frau stünden in «direkter Verbindung» zu dem Angriff. 
Tunesiens Regierung meldet erste Festnahmen Sousse - Nach dem Anschlag auf ein Strandhotel mit 38 Toten hat es in Tunesien ...
Tausende Touristen verlassen Tunesien Tunis - Nach dem islamistischen Anschlag auf ein Strandhotel in Tunesien sind nach ...
UNO ruft aus  New York - Die Vereinten Nationen haben für das Konfliktland Jemen den humanitären Notstand ausgerufen. Nach Angaben der UNO sind ...  
Mehr als 21 Millionen Menschen im Jemen brauchen Hilfe.
Mindestens 28 Tote bei Anschlag im Jemen Sanaa - Bei einem Anschlag der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sind am Montagabend in Jemens Hauptstadt Sanaa mindestens ... 1
Friedensgespräche für Jemen ohne Einigung Genf - In Genf sind am Freitag nach fünf Tagen getrennte Gespräche zu einer ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    In einigen Jahren auch in Ihrer Umgebung Der Daesh (IS) breitet sich auch in Europa rasant aus. Nicht nur über ... heute 13:03
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Der... Iran ist wahrscheinlich die zukünftige Regionalmacht in der ... heute 12:11
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Es... heisst immer wieder, dass der Terror in Nahost aufhören würde, wenn ... gestern 15:28
  • Kassandra aus Frauenfeld 1377
    Oder die Afrikaner übernehmen nach und nach unsere Banken und retten Afrika. Heute hat der ... gestern 13:02
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Genau... wie erwartet will den Donbass dem Grunde nach niemand mehr, weil er ein ... gestern 12:41
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Afrikas Bevölkerung wird sich verdoppeln Es ist ja nett, diese emotionalen Szenen aus Afrika zu publizieren, ... gestern 11:40
  • Kassandra aus Frauenfeld 1377
    Feld für Rechstradikale Jetzt können Sie hetzen, zombie und sich erst noch ein besorgtes ... gestern 00:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3131
    Europa als nächstes Schlachtfeld! Man weiss längst welche Routen IS-Schläfer benutzen, um nach Westeuropa ... Di, 30.06.15 07:49
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 21°C 28°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 16°C 30°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 21°C 31°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 18°C 34°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 20°C 34°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 19°C 35°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 22°C 31°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten