Anschlag auf Armee-Bus im Kaukasus
publiziert: Donnerstag, 5. Jun 2003 / 07:49 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 5. Jun 2003 / 08:56 Uhr

Moskau - Bei einem Bombenanschlag auf einen mit russischen Soldaten besetzten Bus sind in der Kaukasusrepublik Nordossetien nach Agentur-Angaben mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen.

Kaukasus Republik Nordossetien.
Kaukasus Republik Nordossetien.
Der Anschlag ereignete sich am Ortsausgang von Mosdok, dem Standort eines bedeutenden russischen Militärstützpunktes, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf einen russischen Luftwaffe-Sprecher meldete. Die Agentur ITAR-TASS hatte zuvor den Tod von 13 Menschen gemeldet.

Eine mit Sprengsätzen versehene Frau habe sich dem Bus genähert und sich in die Luft gesprengt, als dieser vor einem Bahnübergang seine Fahrt verlangsamte, sagte ein Luftwaffen-Sprecher laut Interfax.

In dem Bus seien 27 Menschen gewesen. Bei den Insassen des Fahrzeugs habe es sich um Angehörige der russischen Luftwaffe gehandelt, darunter sieben Piloten und sieben Zivilangestellte.

Nordossetien grenzt an Tschetschenien, das seit den 90er Jahren von einem blutigen Konflikt zwischen der russischen Armee und nach Unabhängigkeit strebenden Rebellen erschüttert wird.

Fahrzeuge sind in der Vergangenheit bereits mehrmals Ziel von Anschlägen geworden, zuletzt am vergangenen Freitag in Grosny. Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus in der tschetschenischen Hauptstadt kamen drei Menschen ums Leben. Bereits Mitte Mai hatte eine Tschetschenin bei einem Anschlag auf ein religiöses Fest 18 Menschen getötet.

In der Nähe von Moskau fand die Polizei bei Ermittlungen nach dem Anschlag auf das Musical "Nord-Ost" vom Oktober 2002 am Mittwoch ein Lager mit 400 Kilogramm Plastiksprengstoff, Zündern und anderer Munition.

(bsk/sda)

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