Vier Verdächtige festgenommen
Anschlag auf «Jyllands-Posten» verhindert
publiziert: Mittwoch, 29. Dez 2010 / 18:55 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 29. Dez 2010 / 20:35 Uhr
Vier Verdächtigte wurden in Dänemark festgenommen.
Vier Verdächtigte wurden in Dänemark festgenommen.

Kopenhagen - Der dänische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben einen Terroranschlag auf die Zeitung «Jyllands-Posten» verhindert, die die umstrittenen Mohammed-Karrikaturen veröffentlicht hatte. Es seien vier Verdächtige festgenommen worden, der Anschlag habe unmittelbar gedroht, teilte der Geheimdienst PET am Mittwoch mit.

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Wie der schwedische Geheimdienst Saepo kurz darauf mitteilte, wurde in Schweden ein fünfter Verdächtiger festgenommen. «Die Verdächtigen wollten in das Gebäude eindringen und so viele Menschen wie möglich töten», erklärte PET-Chef Jacob Scharf in Kopenhagen.

Bei den vier in Dänemark gefassten Verdächtigen handelt es sich demnach um einen 44-jährigen Tunesier, einen 29-jährigen im Libanon geborenen Schweden sowie um einen 30-jährigen Schweden und um einen 26-jährigen irakischen Asylbewerber.

Die Festnahmen unterstrichen die «ernste Terrorbedrohung gegen Dänemark und insbesondere gegen Institutionen und Menschen, die in Verbindung mit dem Karikaturen-Fall», erklärte Scharf. Die beiden Schweden und der Tunesier seien in der Nacht zum Mittwoch von Schweden nach Dänemark gereist.

«Ernste Terrorbedrohung»

Bei der von einer Saepo-Sprecherin bekannt gegebenen fünften Festnahme in Schweden handelt es sich laut PET um einen 37-jährigen tunesischstämmigen Schweden, der als militanter Islamist gilt. Der Saepo-Sprecherin zufolge gibt es keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Selbstmordanschlag in der schwedischen Hauptstadt Stockholm am 11. Dezember, bei dem nur der Attentäter ums Leben gekommen war.

«Jyllands-Posten» hatte im September 2005 die umstrittenen Karikaturen des Propheten Mohammed veröffentlicht und damit in der muslimischen Welt eine Welle der Empörung ausgelöst. Seitdem hatte es immer wieder Drohungen gegen die Zeitung gegeben. Auf den Zeichner der Karikaturen, Kurt Westergaard, wurde Anfang des Jahres ein Mordanschlag verübt, dem er aber knapp entging. Der umstrittene Zeichner wird seitdem rund um die Uhr von der Polizei beschützt.

Westergaard verurteilt Anschlagspläne

Der Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard hat die Anschlagspläne auf die dänische Zeitung «Jyllands-Posten» verurteilt, die seine umstrittenen Zeichnungen veröffentlicht hatte.

«Der vereitelte Anschlag ist ein direkter Angriff auf Demokratie und Pressefreiheit», sagte er der «Bild»-Zeitung (Vorausbericht Donnerstagsausgabe). «Die Bedrohung durch islamistischen Terror ist nicht vorüber.»

Westergaard zeigte sich überzeugt, «dass der Bedrohung durch gewalttätige Islamisten nicht mit einer Beschwichtigungspolitik beizukommen» sei, sondern nur mit Standhaftigkeit.

Auf Westergaard wurde Anfang des Jahres ein Mordanschlag verübt, dem er aber knapp entging. Der umstrittene Zeichner wird seitdem rund um die Uhr von der Polizei beschützt.

(ht/sda)

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Burke
Wie sagte er doch so treffend

The only thing necessary for the tiumph of evil is for good men to do nothing.

Wir haben es mit einem Weiberkult zu tun, der es geschafft hat, die Machos seit 1400 Jahren zu versklaven.

http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Lat

Reife Leistung Mädels.
Guantanamo
Wird nicht geschlossen. Das hat der von den Demokraten beherrschte Kongress soeben beschlossen.
Obama hatte zwar angekündigt, dies innerhalb eines Jahres seiner Amtsführung zu tun, aber die neusten Zahlen sind verheerend. Von den schon freigelassenen weiss man bei mehr als 150 sicher, dass sie sich sogleich wieder bei den Taliban und Al Qaida einreihten.
Die meisten auf Führungsebene, da in Guantanamo auch eher diese Art der Terroristen gefangen gehalten wird. Wenn keine neuen Gefangenen gemacht werden können, ist die Alternative die Tötung vor Ort.

Obama hatte diesen rosaroten Ansatz, dass Terroristen auch nur Verbrecher seien, die man resozialisieren muss.
Religiöser Fanatismus kennt aber keine Resozialisierung im herkömmlichen Sinn. Die Erkenntnis muss von innen kommen. Ein langwieriger Prozess.

Was das mit Dänemark zu tun hat? Alles.

Die Schweden haben in ihrem rosaroten Ansatz allen Moslems unbesehen den Persilschein ausgestellt, ins Land gelassen und damit auch die Dänen in Gefahr gebracht.

Im Falle der Ex - Häftlinge aus Guantanamo weisss man, dass deren Freilassung Menschenleben bei der Zivilbevölkerung und bei den alliierten Truppen gefordert hat und noch fordern wird.
Die Gläser der Brille Obamas werden langsamer durchsichtiger und sind weniger von Wunschdenken gefärbt.
Hochfahrende Ziele, Ideen und gutgemeinte Experimente müssen sich an der Realität messen.

Ich hoffe, auch die Schweden werden das irgendwann begreifen.
.
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