Anschlag auf SVP-Parteisekretariat
publiziert: Montag, 30. Nov 2009 / 09:12 Uhr / aktualisiert: Montag, 30. Nov 2009 / 11:19 Uhr

Zürich - Bei der Kundgebung gegen die Annahme der Anti-Minarett-Initiative in Zürich haben Unbekannte in der Nacht die Türe der SVP-Geschäftsstelle in der Zürcher City beschädigt. Laut Polizeiangaben wurde eine Glastür eingeschlagen.

6 Meldungen im Zusammenhang
Bei ihrer Aktion gegen die SVP sei es nicht nur um die Anti-Minarett-Initiative gegangen, teilte das Organisationskomitee der Kundgebung mit. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten suchten Parteien wie die SVP und EDU Sündenböcke, um von den Verantwortlichen der Krise - darunter finanzkräftige Funktionäre dieser Parteien - abzulenken.

Gemäss SVP-Kantonalpräsident Alfred Heer handelt es sich um eine sehr massive Türe: «Die Täter gingen mit grosser Gewalt vor», so Heer gegenüber TeleZüri. Der Anschlag erfolgte wenige Stunden nach der Annahme der Minarett-Initiative. Heer vermutet einen direkten Zusammenhang.

Wie es auf Anfrage bei der Stadtpolizei Zürich hiess, ist bei der Geschäftsstelle eine Glasscheibe der Türe eingeschlagen worden. Auch Eier flogen durch die Luft. Die mehreren hundert Demonstranten hinterliessen beim Eingang eine Minarett-Attrappe und einen Gebetsteppich. Die SVP hat laut Angaben eines Sprechers Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht.

(tri/news.ch mit Agenturen)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 3 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Völkerrecht kommt vor innerstaatlichem Recht, wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entscheidet.
Genf - Die Vereinten Nationen untersuchen, ob das vom Schweizer Stimmvolk verabschiedete Minarett-Verbot mit internationalem Recht vereinbar ist. Experten seien daran, den Fall zu ... mehr lesen 27
SVP-Präsident Toni Brunner: Es wird keine Sonderrechte mehr für Zugewanderte geben.
Nach dem gestrigen Abstimmungserfolg der Initianten der Anti-Minarett-Initiative äussert sich SVP-Präsident Ton Brunner zum Erfolg seiner Partei gegenüber news.ch. mehr lesen 8
Weitere Artikel im Zusammenhang
Unter den Kundgebungsteilnehmern befanden sich viele Muslime.
Bern - 300 bis 500 junge Leute sind ... mehr lesen
Natürlich wollen
Anscheinend wollen wir das, in beiden Lagern, Ja.

Nicht dass ich jetzt den 3. Weltkrieg, Islam gegen Christentum, Osten gegen Westen schon vor mir sehe, aber seit einigen Jahren haben die "Kriegstreiber" auf beiden Seiten beachtliche Erfolge erzielt.

Denkt mal 10 Jahre zurück, da gabs noch keinen bösen Islam, keine bösen Männer.
Dank Osama bin Ladens auf der einen, und Leuten wie Bush und Blocher auf der anderen Seite, haben wir nun, 10 Jahre später immerhin schon 2 ganz schön verhärtete Fronten, und Angst, was ja auch immer ganz wichtig ist, vielicht das wichtigste an allem, Angst.

Und ich kann beide Seiten sogar verstehen. Die Ideologie von Osama, den Hass auf den dekadenten Westen (ohne aber eine valide Alternative anbieten zu können), kann ich verstehen. Würden alle so leben (wollen) wie wir, wir müssten alle verhungern und verdursten oder bräuchten zehn neue Planeten, unser Lebensstandart ist irrsinnig übertrieben hoch, und gleichzeitig stellen wir uns gerne als hochmoralisch dar, was einem sicher sauer aufstocken kann.
Andererseits verstehe ich auch dass sich ein realistischer Ressourcen Konflikt auf uns zu kommt, das Öl wird knapp, und wahrscheinlich wird es unweigerlich zu einem grossen Krieg kommen müssen. Da kann die kultivation von Feindbildern natürlich nur helfen, und das braucht seine Zeit, und so 2036 sind dann alle bekannten Ölfelder aufgebraucht. Der Ottonormalverbraucher geht eben nicht im Irak Menschen erschiessen um seiner Ölindustrie grössere Profite zu erwirtschaften, da muss zuerst aus den Menschen Moslems und aus den Moslems Monster werden, damit der Mensch den Moslem erschiesst.

Jetzt bin ich ein bisschen abgeschweift, aber als Antwort auf ihre Frage:
Ja, mir scheint es zumindest so, dass wir alles für Radikalisierung, Terrorismus und Krieg tun, was irgendwie in unserer Macht als stimmendes Volk ist.
Ich hoffe nicht ...
Ich verabscheue solche Aktionen und sage:
Das machen nur "hirnlosen Feiglinge".

Dieser Anschlag schadet mehr als es den "Gegnern" lieb sein könnte.

Hoffen wir, dass es sich nicht weiter ausbreitet.

In beide Lager ...

Dann bliebe unsere Demokratie auf der Strecke.

Wollen wir das?
Anfang der Radikalisierung?
Nochmals, ich persönlich habe nein gestimmt. Was aber mit dem Anschlag auf das SVP-Sekretariat geschehen ist, spricht nicht für die gute Gesinnung der Gegner dieser Initiative. Mehr als die Hälfte der Stimmberechtigten ging zur Urne und davon haben weit mehr als die Hälfte dieser Initiative zugestimmt. Also ein demokratischer Entscheid. Worauf muss sich unser Land gefasst machen, wenn diese Fanatiker realisieren, dass die SVP bloss den Stein ins Rollen gebracht hat?
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Lessings Ringparabel: Die dort formulierte Toleranz ist von der hiesigen Realität überholt worden.
Lessings Ringparabel: Die dort formulierte Toleranz ist von der ...
Reta Caspar Der Ständerat hat gestern eine Motion von Hans Altherr (FDP AR) abgelehnt, die einen «Toleranzartikel» für die Bundesverfassung gefordert hat. Das ist richtig so: Toleranz unter Religiösen ist hierzulande nämlich zunehmend eine Toleranz unter Minoritäten, da eine wachsende Mehrheit der Bevölkerung (auch der MigrantInnen) den Religionen distanziert gegenüber steht. Dem sollten auch Regierung und Verwaltung vermehrt Rechnung tragen. mehr lesen  
Reta Caspar Die Freiheit unserer Gesellschaft misst sich an ihrer Gelassenheit gegenüber jenen, welche die Freiheit für sich selber nicht beanspruchen oder gar ad ... mehr lesen  
«Die Freiheit führt das Volk»: Trägt sicher nie eine Burka, würde sie aber auch nicht verbieten.
Oskar Freysinger: Sinnbild für die emotionalisierte Medien-Demokratie
Dschungelbuch «David siegt gegen Goliath», «Land gegen Stadt» und «Schweiz ist mitte-links» klingt es seit dem Wochenende. Das ist nicht falsch, aber nur ein Teil der Wahrheit. mehr lesen   8
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 15°C 32°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 18°C 34°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 16°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
Bern 15°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Luzern 16°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
Genf 17°C 33°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Lugano 22°C 33°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten