Anschlag auf US-Zentralbank vereitelt
publiziert: Mittwoch, 17. Okt 2012 / 23:25 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 18. Okt 2012 / 08:35 Uhr
Der Verhaftete wollte einen Anschlag auf das Gebäude der Zentralbank im südlichen Manhattan zu verüben. (Archivbild)
Der Verhaftete wollte einen Anschlag auf das Gebäude der Zentralbank im südlichen Manhattan zu verüben. (Archivbild)

New York - Ein 21-jähriger Mann, der einen Anschlag auf die US-Zentralbank in New York geplant haben soll, bleibt vorerst weiter in Polizeigewahrsam. Das habe ein Gericht in New York angeordnet, meldeten US-Medien.

Der Mann habe bei dem Termin keinen Antrag auf eine Entlassung gegen Kaution gestellt. Jetzt bleiben den Behörden 30 Tage, um einen Haftbefehl gegen den 21-Jährigen zu verhängen. Er muss sich wegen des versuchten Einsatzes einer Massenvernichtungswaffe sowie Kontakten zum Terrornetzwerk Al Kaida verantworten.

Verdeckte Operation

Der Mann hatte das Gebäude der US-Zentralbank mit rund 500 Kilogramm Sprengstoff in die Luft jagen wollen. Die US-Bundespolizei FBI hatte den Plan jedoch bereits im Vorfeld aufgedeckt und den Sprengstoff unschädlich gemacht. Es habe keine Gefahr bestanden.

Der aus Bangladesch stammende Mann, der im Januar in die USA gereist war und im New Yorker Stadtteil Queens gelebt hatte, hatte den Kleinlaster am Morgen vor dem Gebäude der Zentralbank geparkt. Er sei davon ausgegangen, dass er eine Bombe in dem Wagen habe und habe versucht, diese explodieren zu lassen, teilte das FBI mit.

Die Behörden seien dem Mann jedoch schon länger auf der Spur gewesen und hätten im Rahmen einer verdeckten Operation über Geheimagenten Kontakt zu ihm aufgenommen. Anstelle des Sprengstoffs hätten sie eine Bombenattrappe in dem Kleinlaster untergebracht. Der 21-Jährige wurde nahe der Zentralbank festgenommen.

Video-Botschaft

Er habe «Amerika zerstören» wollen, schrieb der Mann in einer schriftlichen Erklärung. Zudem nahm er, nachdem er den Kleinlaster geparkt hatte, in einem Hotel auch eine Videobotschaft auf, in der er die Verantwortung für die Tat übernimmt.

«Wir hören nicht auf, bis wir siegen oder als Märtyrer sterben», heisst es dem FBI zufolge darin. In dem Video bekenne sich der Mann auch als Sympathisant von Al-Kaida.

(laz/sda)

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