Anschlag auf saudi-arabische Ölanlage vereitelt
publiziert: Freitag, 24. Feb 2006 / 23:32 Uhr / aktualisiert: Samstag, 25. Feb 2006 / 00:04 Uhr

Riad - Saudi-arabische Wachleute haben einen Anschlag auf die Erdölraffinerie Abkaik im Osten des Landes vereitelt.

Die Attentäter hätten versucht, sich als Angestellte des Ölkonzerns Aramco auszugeben. (Archivbild)
Die Attentäter hätten versucht, sich als Angestellte des Ölkonzerns Aramco auszugeben. (Archivbild)
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Zwei Fahrzeuge explodierten an einem äusseren Eingang, nachdem sie von Sicherheitskräften gestoppt worden waren.

Bei dem Anschlagversuch sollen mehrere Personen ums Leben gekommen sein. Die Nachrichtenagentur afp berichtete unter Berufung auf Sicherheitskräfte, zwei Wachmänner und zwei Attentäter seien getötet worden. Die Nachrichtenagentur Reuters ihrerseits meldete, zwei Wachleute und vier Attentäter seien ums Leben gekommen.

Verkleidete Attentäter gestoppt

Die Attentäter fuhren mit zwei Autos zur Raffinerie, eine der grössten Rohöl-Verarbeitungsanlagen der Welt. Saudi-arabische Sicherheitskräfte stoppten sie aber mit Schüssen an einem der äusseren Eingänge, wie aus dem Innenministerium in Riad verlautete. Die beiden Autos explodierten.

Die Attentäter hätten versucht, sich als Angestellte des staatlichen Ölkonzerns Aramco auszugeben, verlautete aus dem Unternehmen. Sie hätten Uniformen des Unternehmens getragen, ihre Wagen seien in den Firmenfarben gestrichen gewesen.

Unbekannte Täter

Die Identität der Attentäter ist noch unklar. Das vom Saudi Osama bin Laden geführte Terrornetzwerk El Kaida hatte in der Vergangenheit mehrfach angekündigt, die Erdölanlagen des grössten Öl- Exporteurs Saudi-Arabien angreifen zu wollen.

Der saudi-arabische Erdölminister Ali Ibrahim al-Naimi bestätigte den Anschlagversuch. Auf die Erdöl- und Erdgasproduktion und -verarbeitung habe sich das Attentat nicht ausgewirkt. Dennoch stieg der Preis für Rohöl zur Auslieferung im April am New Yorker Warenterminmarkt Nymex markant an.

(bert/sda)

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