Mindestens zehn Tote durch Explosion von Autobombe
Anschlag erschüttert Altstadt von Damaskus
publiziert: Sonntag, 21. Okt 2012 / 14:59 Uhr
Vor einer Polizeistelle in Damaskus explodierte eine Autobombe, welche mindestens zehn Menschen das Leben kostete. (Symbolbild)
Vor einer Polizeistelle in Damaskus explodierte eine Autobombe, welche mindestens zehn Menschen das Leben kostete. (Symbolbild)

Damaskus - Bei einem Anschlag in der Altstadt von Damaskus sind am Sonntag mindestens zehn Menschen getötet worden. Bei der Explosion vor dem Polizeikommissariat in dem christlichen Viertel Bab Tuma gab es auch «zahlreiche Verletzte», verlautete von Seiten der Sicherheitskräfte.

6 Meldungen im Zusammenhang
Angaben der im Exil ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge handelte es sich um eine Autobombe, die vor der Polizeistelle explodierte.

Es war der erste Anschlag in Bab Tuma, einem der ältesten Viertel der syrischen Hauptstadt. Der christliche Bezirk gilt als regierungstreu. Anfang August hatte es nahe der Bezirke Bab Tuma und Bab Scharki erstmals Kämpfe gegeben; zuvor hatten die syrischen Rebellen keinen Zugang zu den Gebieten.

Brahimi trifft Assad

Unterdessen ist der internationale Sondervermittler für Syrien, Lakhdar Brahimi, einem TV-Bericht zufolge in Damaskus mit Präsident Baschar al-Assad zusammengetroffen. Einzelheiten zu dem Gespräch nannte das staatliche syrische Fernsehen nicht.

Brahimi war am Freitag nach Syrien gereist, um eine Feuerpause zwischen Armee und Rebellen während des islamischen Opferfestes in der kommenden Woche auszuhandeln. Am Samstag hatte er darüber mit dem syrischen Aussenminister Walid al-Mualem gesprochen.

Die Regierung hat bislang zurückhaltend auf den Vorstoss des Beauftragten der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga reagiert und verlangt Garantien, dass die Aufständischen Bewegungen der Armee dulden.

Der bislang letzte Waffenstillstand war im April nach wenigen Tagen gescheitert. Brahimis Vorgänger Kofi Annan, der die damalige Feuerpause vermittelt hatte, trat kurz darauf zurück.

Bei dem seit 19 Monaten andauernden Aufstand gegen Assad sind inzwischen rund 30'000 Menschen getötet worden. Die Vereinten Nationen rechnen mit rund 700'000 Flüchtlingen aus Syrien bis Jahresende. Der Konflikt hatte sich zuletzt auch zu einem bewaffneten Konflikt zwischen Syrien und seinem Nachbarn Türkei ausgeweitet.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Damaskus/Kairo - Der internationale Sondergesandte Lakhdar Brahimi hat einen neuen Anlauf für eine Beilegung des ... mehr lesen
Gespräche über die andauernden Kämpfe in Syrien haben begonnen.
Damaskus/Istanbul - Ein Selbstmordattentäter hat am Montag an einem Kontrollpunkt der Regierungstruppen in der syrischen Provinz Hama 50 Soldaten mit in den Tod gerissen. Der Attentäter soll der islamistischen Al-Nusra-Front angehört haben. mehr lesen 
Damaskus/Ankara - In der syrischen Hauptstadt Damaskus haben Rebellen nach eigenen Angaben einen Selbstmordanschlag ... mehr lesen
Anschlag der Rebellen auf Geheimdienstkomplex in Damaskus
Weitere Artikel im Zusammenhang
New York - Bei dem Selbstmordanschlag auf die Führung der syrischen Sicherheitskräfte sind mindestens drei hohe Vertreter der ... mehr lesen 2
In Damaskus wurde das Gebäude der Nationalen Sicherheit angegriffen.
Vor weiteren Gesprächen seien Fortschritte bei der Waffenruhe und Hilfslieferungen nötig, sagte de Mistura.
Vor weiteren Gesprächen seien ...
Zusammenkunft momentan nicht möglich  Genf - Die Friedensgespräche für Syrien in Genf werden nach UNO-Angaben frühestens in einigen Wochen wieder aufgenommen werden können. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen werde keine neue Gesprächsrunde beginnen, sagte der UNO-Sondergesandte Staffan de Mistura. 
Syrer sollen neuen Präsidenten wählen Moskau - Im Bürgerkriegsland Syrien sollen in spätestens anderthalb Jahren unter UNO-Aufsicht ein neuer Präsident ...
Der syrische Staatschef Baschar al-Assad (links) hat Ende Februar überraschend Parlamentswahlen für den 13. April angesetzt. (Archivbild)
Nach neuem Bootsunglück im Mittelmeer  Rom - Bei einem erneuten Bootsunglück im Mittelmeer sind dutzende Flüchtlinge ums Leben gekommen. Die italienische Marine barg nach eigenen ...  
Die italienische Marine hat 130 Flüchtlinge gerettet.
Neue Flüchtlingstragödie im Mittelmeer Rom - Vor der libyschen Küste hat sich am Donnerstag erneut eine Flüchtlingstragödie mit mindestens 20 Toten ereignet. Bis zum ...
Der Weg über das Meer zwischen Libyen und Italien ist inzwischen die Haupt-Route auf dem Weg nach Europa. (Symbolbild)
Erneut 3000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet Rom - Internationale Rettungskräfte haben am Dienstag erneut etwa 3000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet. Schiffe der ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3937
    Unglaublich... was diese angeblichen "Flüchtlinge" da abziehen. Das sind keine ... gestern 12:13
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3937
    "Flüchtlingskrise" Lösen kann man das Problem nur in den Ländern aus denen die Leute ... gestern 09:33
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3937
    Deutschland... ist eines der wenigen Länder, das sich enorm mit der Integration der ... Mi, 25.05.16 13:42
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3937
    Der... Grund für die Misere liegt ganz woanders und ist im Prinzip sehr ... Di, 24.05.16 11:04
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3937
    "Flüchtlingslager-Räumung" Gut für die Einwohner von Idomeni, die nun bald ihr Leben, ihre ... Di, 24.05.16 10:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1760
    Im letzten Moment die Kurve gekriegt! Den Oesterreichern herzlichen Glückwunsch! Unter den Rechten gehts ... Mo, 23.05.16 18:01
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3937
    R. Erdogans... Berater Burhan Kuzu sandte bereits am 10. 5. 2016 eine Drohung gen EU, ... Mo, 23.05.16 17:21
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3937
    In... Syrien gibt es einen Krieg im Krieg. Es herrscht in Syrien schon lange ... Mo, 23.05.16 15:16
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 13°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Basel 13°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft Gewitter möglich
St. Gallen 14°C 23°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
Bern 13°C 25°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter Gewitter möglich
Luzern 14°C 25°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen gewitterhaft
Genf 12°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter Gewitter möglich
Lugano 16°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Gewitter möglich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten