Anschlag in China fordert 14 Tote
publiziert: Montag, 4. Aug 2008 / 10:50 Uhr / aktualisiert: Montag, 4. Aug 2008 / 18:22 Uhr

Peking - Vier Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking hat ein Granatenangriff auf eine chinesische Polizeiwache die Angst vor Anschlägen weiter geschürt. Beim Angriff im Nordwesten des Landes starben 14 Polizisten.

China sieht die Olympischen Spiele nicht gefährdet.
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Zwei Angreifer seien in einem Lastwagen auf den Posten der Grenzpolizei in der Stadt Kashgar in der Region Xinjiang zugefahren, hätten zwei Granaten auf die Unterkünfte geworfen und mit Messern auf die Polizisten eingestochen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Den Angaben zufolge starben 14 Polizisten am Anschlagsort, zwei weitere im Spital. 16 Beamte seien verletzt worden. Die Angreifer seien gefasst worden.

Einige Stunden später meldete Xinhua, die Attentäter gehörten der Volksgruppe der Uiguren an und seien 28 und 33 Jahre alt. Einer der beiden habe beim Angriff durch die Explosion eines selbstgebauten Sprengsatzes einen Arm verloren.

Ethnische Minderheit

Xinjiang wird vorwiegend von der muslimischen Minderheit der Uiguren, die sich als Turkvolk ethnisch von Chinesen unterscheiden, bewohnt.

Nach dem Anschlag hob der Sprecher der Pekinger Olympia-Organisatoren, Sun Weide, hervor, dass China in der Lage sei, «sichere und friedliche Spiele zu organisieren». Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sprach der chinesischen Regierung das Vertrauen aus.

Vor einer Woche war ein Internetvideo mit einem Terroraufruf einer angeblichen uigurischen «Turkestanischen Islamische Partei» aufgetaucht. Ausländische Experten und die chinesische Polizei hatten das Video aber als fragwürdig eingestuft.

(ht/sda)

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