Deutscher Innenminister in der Türkei
Anschlag in Istanbul galt wohl nicht gezielt Deutschen
publiziert: Mittwoch, 13. Jan 2016 / 17:54 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 13. Jan 2016 / 18:44 Uhr

Istanbul - Alle zehn beim Bombenanschlag von Istanbul Getöteten waren Deutsche. Aber der Anschlag richtete sich nach Erkenntnissen der deutschen Regierung nicht gezielt gegen Deutschland.

2 Meldungen im Zusammenhang
Es gebe nach bisherigem Ermittlungsstand keine Hinweise darauf, sagte Innenminister Thomas de Maizière am Mittwoch nach einem Treffen mit seinem türkischen Kollegen Efkan Ala in Istanbul. Er sehe zudem keinen Grund, von Reisen in die Türkei abzuraten.

Der deutsche Justizminister Heiko Maas sagte in der ARD, dass es für Deutschland selbst keine konkreten Hinweise auf Anschlagsziele gebe. Eine allgemeine Gefährdung sei aber nicht zu leugnen. Ein vierköpfiges Ermittlerteam des Bundeskriminalamts wurde nach Istanbul entsandt worden, um die Ermittlungen vor Ort zu unterstützen.

De Maizière betonte in Istanbul, dass sowohl die Türkei als auch Deutschland von Terrorismus bedroht seien: "Deshalb muss die Antwort eine gemeinsame sein." Der Kampf gegen den Terrorismus werde auch bei den deutsch-türkischen Regierungsgesprächen am 22. Januar in Berlin auf der Agenda stehen.

Nach Angaben des Auswärtigen Amts starben zwei Deutsche mittlerweile an ihren Verletzungen, zunächst war am Dienstag von acht toten und neun verletzten deutschen Bürgern die Rede gewesen. Die zehn getöteten deutschen Touristen gehörten alle zu der Reisegruppe des Berliner Veranstalters Lebenslust Touristik GmbH. Laut dem Auswärtigen Amt lagen die sieben Verletzten am Mittwoch in Istanbul im Spital, fünf von ihnen auf der Intensivstation.

Insgesamt wurden 15 Menschen beim Anschlag verletzt. Schweizer sind nicht betroffen. Dies versicherte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten am Mittwoch auf Anfrage. Es seien auch keine Suchmeldungen eingegangen. Anfragen beschränkten sich auf die Sicherheitslage in Istanbul und generell in der Türkei.

Festnahmen und Durchsuchungen in Antalya

Die türkische Polizei nahm Medienberichten zufolge drei Russen fest, die Verbindung zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben sollen. In der Mittelmeerstadt Antalya habe die türkische Polizei in der Unterkunft der drei festgenommenen Russen zahlreiche Dokumente und CDs sichergestellt, meldete die Dogan News Agency. Der russischen Nachrichtenagentur RIA zufolge hat das russische Konsulat die Festnahmen bestätigt.

Verantwortlich für das Attentat soll laut türkischen Behörden der IS sein. Nach ihren Erkenntnissen war der 27-jährige Attentäter erst vor kurzem aus Syrien eingereist. Er stand nach Angaben von Innenminister Ala in der Türkei nicht auf der Fahndungsliste. Er habe sich aber bei den türkischen Einwanderungsbehörden registrieren lassen. Der IS hat sich bislang nicht zu der Tat bekannt.

Einflussgebiet des IS ist nahe

Nur wenige Kilometer von der türkisch-syrischen Grenze entfernt beginnt das Einflussgebiet der IS-Miliz. Von der Türkei aus fliegt eine von den USA angeführte Koalition Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien und im Irak. Auch die deutsche Bundeswehr unterstützt mit Tornado-Aufklärungsflugzeugen von Incirlik aus den Einsatz.

Russland hat ebenfalls in den syrischen Bürgerkrieg eingegriffen und bombardiert Stellungen der Gegner von Präsident Baschar al-Assad. Menschenrechtsorganisationen werfen der Regierung in Moskau vor, dabei weniger den IS als die gemässigte Opposition ins Visier zu nehmen.

In Reaktion auf den Anschlag in Istanbul hatte das russische Aussenministerium am Dienstag an die Staatengemeinschaft appelliert, die Kräfte gegen den Terrorismus zu bündeln. Russland kämpft seit Jahren gegen islamistische Rebellen im Nordkaukasus.

(cam/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
2
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Istanbul - Ein Selbstmordattentäter hat sich bei einer deutschen Reisegruppe in Istanbul in die Luft gesprengt und zehn Menschen ... mehr lesen 2
Istanbul - Bei einer Explosion in einem Touristenviertel in der Istanbuler Innenstadt sind nach offiziellen Angaben ... mehr lesen
Nein Zombie!
Krieg nein Danke!

Die Grenzen sichern!

Aus dem Waffengeschäft aussteigen. Es stimmt es gehen Arbeitsplätze verloren.

Nur was nützt es, wenn man die Demokratie am Hindukusch verteidigt und sie dafür in Europa flöten geht?

So ganz nebenbei, wer hat die IS, ISIS oder auch DAESH überhaupt ausgerüstet?

Mir wurde etwas lustiges zugeschickt das zu diesem Thema gehört. Man kann über alles lachen.

http://www.der-postillon.com/2014/07/westen-auf-der-suche-nach-noch.ht...

Das unten ist der Hammer mit der Sichel!

http://www.der-postillon.com/2015/12/liechtenstein-beteiligt-sich-mit-...
Jeden...
Tag liest man von Unruhen in der islamischen Welt.
Wann wird endlich erkannt, dass hier ein ganzes System gescheitert ist?
Aus Europa hört man hierzu noch viel zu wenig Religionskritik.
Dazu gehen den Europäern immer mehr Urlaubsorte im islamischen Raum verloren.
Den Menschen die davon abhängen wird nach Überzeugung der Attentäter wohl nur eine Möglichkeit bleiben; die Flucht nach Europa.
Ist das der Sinn hinter den Attentaten in Urlaubszentren?
Wird dies auch auf den europäischen Kontinent überspringen?
Oder soll es dazu führen, dass man nun wirklich direkt Krieg mit Bodentruppen gegen den Daesh (IS) führen muss?
Recep Tayyip Erdogan beschuldigte militante Kurden.
Recep Tayyip Erdogan beschuldigte ...
Besuch in Diyarbakir  Diyarbakir - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist am Samstag in die Kurden-Metropole Diyarbakir im Südosten des Landes gereist. Dort wandte er sich mit scharfen Worten gegen militante Kurden sowie die Unterstützung der USA für kurdische Milizen in Syrien. 
Kurden feiern Neujahrsfest Newroz in Diyarbakir Istanbul - Entgegen vielfacher Befürchtungen ist die Feier zum kurdischen Neujahrsfest Newroz in der ...
Newroz, das kurdische Neujahrsfest. (Symboilbild)
Gelungene Flucht  Nahe Falludscha - Hunderten Irakern ist am Freitag die Flucht aus der belagerten Stadt ...
Irak beginnt Militäroperation zur Rückeroberung von Falludscha Bagdad - Irakische Soldaten haben unterstützt von US-Luftangriffen mit einer ...
Haider al-Abadi sagt der IS den Kampf an.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1762
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... gestern 20:25
  • Kassandra aus Frauenfeld 1762
    So sehe ich das auch! Es kann weder in einer Gesellschaft noch im weltweiten Rahmen lange gut ... gestern 20:22
  • MichaelHaab aus Knonau 1
    globale Ungleichheit EGal wie schwierig es ist,die Grenzen zu überwinden, egal wie hoch die ... gestern 08:53
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3937
    Unglaublich... was diese angeblichen "Flüchtlinge" da abziehen. Das sind keine ... Fr, 27.05.16 12:13
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3937
    "Flüchtlingskrise" Lösen kann man das Problem nur in den Ländern aus denen die Leute ... Fr, 27.05.16 09:33
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3937
    Deutschland... ist eines der wenigen Länder, das sich enorm mit der Integration der ... Mi, 25.05.16 13:42
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3937
    Der... Grund für die Misere liegt ganz woanders und ist im Prinzip sehr ... Di, 24.05.16 11:04
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3937
    "Flüchtlingslager-Räumung" Gut für die Einwohner von Idomeni, die nun bald ihr Leben, ihre ... Di, 24.05.16 10:30
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 15°C 20°C Gewitter möglichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Basel 15°C 20°C Gewitter möglichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 14°C 19°C Gewitter möglichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Bern 15°C 19°C Gewitter möglichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Luzern 15°C 20°C Gewitter möglichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Genf 14°C 19°C gewittrige Regengüsseleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 15°C 18°C viele Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Gewitter möglich Gewitter möglich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten