Anschlag nahe der Roten Moschee in Islamabad
publiziert: Sonntag, 6. Jul 2008 / 14:53 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 6. Jul 2008 / 22:37 Uhr

Islamabad - Ein Jahr nach der Erstürmung der Roten Moschee in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind beim Anschlag auf eine Polizeistation in unmittelbarer Nähe des Gebäudekomplexes mindestens 19 Menschen getötet worden, darunter fünfzehn Polizisten.

Bei der Erstürmung der Roten Moschee waren im vergangenen Jahr mehr als 100 Menschen getötet worden.
Bei der Erstürmung der Roten Moschee waren im vergangenen Jahr mehr als 100 Menschen getötet worden.
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«Ein junger Mann lief auf die Polizeieinheit zu und sprengte sich dann offenbar in die Luft», sagte ein hochrangiger Polizeibeamter. Der Anschlag ereignete sich, als die Demonstration bereits zu Ende war. Eine grosse Gruppe Polizisten stand an einer grossen Kreuzung mehrere hundert Meter von der Moschee entfernt, als der Attentäter zuschlug. Rund zwanzig Menschen wurden verletzt.

Zuvor hatten mehr als 12'000 Islamisten friedlich gegen den Sturm auf das Gotteshaus vor einem Jahr protestiert. Etwa 4000 Polizisten sollen zum Schutz der Demonstration im Einsatz gewesen sein.

Bei der Erstürmung der Roten Moschee waren im Juli vergangenen Jahres mehr als 100 Menschen getötet worden, darunter der Anführer der radikalen Koranschüler, Abdul Rashid Ghazi. Pakistanische Sicherheitskräfte hatten das von Islamschülern besetzte Gebäude am 3. Juli 2007 umstellt und eine Woche später gestürmt.

Terrorismus ausrotten

Präsident Musharraf verurteilte den Anschlag und versicherte, die Regierung werde sich weiter engagieren, um «den Terrorismus in allen Formen und Auswirkungen auszurotten».

Nach der Militäraktion gegen die Islamisten in der Roten Moschee hatte sich die Sicherheitslage in Pakistan massiv verschärft. Vor allem im Nordwesten des Landes, der als Hochburg der Extremisten gilt, starben seitdem bei Kämpfen und Anschlägen etwa 3000 Menschen.

(smw/sda)

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