Anti-Minarett: Wer übernimmt die Verantwortung?
publiziert: Sonntag, 29. Nov 2009 / 17:39 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 29. Nov 2009 / 18:46 Uhr

Bern - Nach dem Ja zum Minarett-Verbot befürchtet der Schweizerische Arbeitgeberverband negative wirtschaftliche Folgen. «Das Ja zur Anti-Minarett-Initiative beschädigt den Ruf der Schweiz als offenes und tolerantes Land», teilte der Verband mit. Die Schweiz müsse nun mit Aufklärungsarbeit den Schaden begrenzen, forderte der Wirtschaftsdachverband economiesuisse.

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Die SVP hat indes keine Mühe mit den Auswirkungen des Abstimmungsresultats, wie Parteivizepräsident Yves Perrin sagte. Eine Trotzreaktion islamischer Länder sei zwar möglich, sagte er. Wenn die Qualität der Schweizer Produkte aber aufrecht erhalten werde, hätten die Schweizer Firmen nichts zu befürchten.

Im Kampf gegen Extremismus sei das Minarett-Verbot kein taugliches Mittel, sagte Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf vor den Bundeshausmedien. Auch hinter die konkrete Umsetzung setzte sie ein Fragezeichen. Das Minarett-Verbot stehe im Widerspruch zur Europäischen Menschenrechtskonvention und dem UNO-Pakt II. Beide Abkommen seien für die Schweiz bindend. Wie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte über eine Beschwerde gegen ein Bauverbot entscheiden würde, sei abzuwarten.

Nach Ansicht der Grünen Schweiz verstösst das Minarett-Verbot gegen die Verfassung. Sie erwägen, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg anzurufen.

Die SP ist besorgt über das Bild, das durch dieses Resultat im Ausland entstehen dürfte. Es sei klar, dass dieses Ergebnis nun auch eine aussenpolitische Offensive erfordere.

Präsident der Koordination islamischer Organisationen Schweiz

Das Ja zur Anti-Minarett-Initiative sei unwürdig für die Schweiz, sagte Farhad Afshar, Präsident der Koordination islamischer Organisationen Schweiz (KIOS). Die Schweizer Parteien hätten sich im Abstimmungskampf stärker engagieren müssen, kritisierte er.

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) zeigt sich über die Annahme besorgt. Für Sprecher Walter Müller ist das Ja «ein Hindernis auf dem Weg der gegenseitigen Integration und des interreligiösen Dialogs».

Laut der Gewerkschaft Unia und dem Schweizerischen Forum für die Integration von Migrantinnen und Migranten (FIMM) ist der Abstimmungsausgang ein herber Rückschlag. Von Migration betroffene Personen fühlten sich noch mehr ausgegrenzt.

Die Schweizer Sektion von Amnesty International (AI) zeigte sich bestürzt über die Annahme. Ein vollständiges Minarett-Bauverbot stelle eine Verletzung der Religionsfreiheit dar und sei unvereinbar mit den Konventionen, welche die Schweiz unterzeichnet hat.

(zel/sda)

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Keine Sorge
Wir sind ja nicht die ersten. Die Dänen hat es nach den Karrikaturen schon getroffen. Die Holländer verbieten Minarette auch, machen die jetzt keine Geschäfte mehr? Tatsache ist, dass sich Muslime furchtbar schnell über alles mögliche aufregen, aber irgendwann werden sie keine Opfer mehr haben und der Ringelreihe kann wieder von vorne anfangen. Die Ja ist übrigens kein Zeichen gegen Toleranz und Offenheit, sondern ein Zeichen gegen eine intolerelante Religion.
Meine Meinung bleibt unverändert!
Minarette ja / nein? Ich habe schon lange begriffen, dass die Religionen das Gift
dieser Welt bedeuten. Immer mehr bewundere ich die Werke der Natur. Diese ist
lange vor den Religionen entstanden. Die meisten von uns wurden in Gebieten
geboren, wo sich die Menschen seit jahrtausenden mit ihr auseinandersetzen
mussten, um zu Über- leben. Seit es Religionen gibt. die heute weltweit herrschen,
gibt es wegen diesen Zoff rund um die Erde. Da hat sich trotz Globalisierung und
UNO Nichts geändert. Alle heutigen Glaubensbekenntnisse haben in ihrer
jeweiligen Doktrin nur das Beste für alle Menschen im Sinn. Warum aber, werden
vor allem unter dem Deckmantel des Islams, unter Berufung von Allah, weltweit
Vielen solche Schmerzen zugefügt. Dies in grossem Umfang sogar an
Glaubensgenossen. Das Verhalten der Moslems in vielen Ecken der Welt, schürt
eben auch bei uns grosse Ängste. Klar dürfen sie auf ihren Glaubens-Häusern
Minarette errichten. Dies ist ja durch unserer Bundesverfassung garantiert. Aber
Eile mit Weile. Sie müssen aber auch viele Gebräuche und Tätigkeiten ablegen,
die gegen diese Verfassung verstossen. Die Minarette sollten wir ihnen erst in 150
Jahren gewähren. Bis dann wäre auch der Letzte so angepasst, dass er unsere
Regeln kennt und viel nicht mehr mit der Fremde vergleicht, wo die meisten ja
herkommen.
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