Anti-Terror Fatwa erlassen
publiziert: Dienstag, 19. Jul 2005 / 08:42 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Jul 2005 / 09:05 Uhr

London - Mehr als 500 britische Moslemführer und Geistliche haben das Töten unschuldiger Menschen bei den Terroranschlägen von London verurteilt und Selbstmordanschläge als "streng verboten" gegeisselt.

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Die britischen Moslems sprechen sich für eine multikulturelle Gesellschaft aus.
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7 Meldungen im Zusammenhang
Das Forum der britischen Moslems (BMF) erliess eine entsprechende Fatwa, wie die BBC berichtete. In dem religiösen Ratschluss sprachen die Geistlichen den Familien der bei den Anschlägen vom 7. Juli Getöteten ihr Beileid aus und wünschten den hunderten Verletzten eine rasche Genesung.

Der Islam verurteile Gewaltanwendung und die Vernichtung unschuldiger Leben, hiess es in der Fatwa, die am Freitag in Moscheen im ganzen Land verlesen werden soll.

BMF-Generalsekretär Gul Mohammed betonte, die Position des Islam sei klar: "Wer einen Menschen töte, töte damit die ganze Menschheit. Wer keinen Respekt vor Menschenleben zeige, sei ein Feind der Menschheit."

Multikulturelles Grossbritannien

"Wir beten für den Sieg über Extremismus und Terrorismus in der Welt. Wir beten dafür, dass Frieden, Sicherheit und Harmonie in einem multikulturellen Grossbritannien siegen." Dem im März 2005 gegründeten BMF gehören fast 300 Moscheen im Vereinigten Königreich an.

Morgen Dienstag wollte sich Premierminister Tony Blair mit Vertretern der 1,6 Millionen Mitglieder zählenden britischen Moslem-Gemeinde treffen, um über Wege im Kampf gegen religiösen Extremismus zu beraten.

(fest/sda)

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