Anti-WEF-Demo: Hunderte gehen auf die Strasse
publiziert: Samstag, 30. Jan 2010 / 16:47 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Jan 2010 / 18:47 Uhr

Basel - 300 Personen haben in Basel gegen das World Economic Forum in Davos und den Kapitalismus protestiert. Die bewilligte Demonstration dauerte rund anderthalb Stunden und verlief weitgehend friedlich. Es gab jedoch vereinzelte Sachbeschädigungen.

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Die Demo von rund 120 Personen verlief friedlich.
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4 Meldungen im Zusammenhang
Die Basler Kundgebung gegen das World Economic Forum dauerte rund anderthalb Stunden. Die Teilnehmer zogen vom Barfüsserplatz via Bankverein durch die Freie Strasse auf den Marktplatz. Von dort aus ging es auf der mit der Polizei vereinbarten Route weiter über die Mittlere Brücke zum Claraplatz und wieder zurück via Petersgraben auf den Petersplatz.

Angeführt wurde der Demonstrationszug von meist jungen, vermummten Protestierenden. Im hinteren Teil des Zugs marschierten auch ältere Leute mit, darunter viele Kurden sowie Gewerkschafter.

Polizei musste nicht einschreiten

In einer Mitteilung sprachen das Überregionale Anti-WEF-Bündnis Basel und die weiteren Organisatoren von rund 1000 Demonstranten. Polizei und Journalisten schätzten deren Zahl übereinstimmend auf 300.

Die Kundgebung verlief nach Polizeiangaben weitgehend geordnet. Die Polizei hatte sich laut einem Sprecher auf alle Eventualitäten vorbereitet, musste aber nicht einschreiten. Sie hielt sich diskret im Hintergrund, hielt jedoch drei Demonstranten an und unterzog sie einer Personenkontrolle.

Vereinzelt Sachbeschädigungen

Vereinzelt kam es zu Sachbeschädigungen. So wurden Hauswände verschmiert und bei fünf Personenwagen sowie am Hauptsitz der Basler Kantonalbank Scheiben eingeschlagen.

In einem Fall musste die Feuerwehr einschreiten, weil Demonstranten in einem der beschädigten Personenwagen eine heisse Signalfackel hinterlassen hatten. Die Fassade des Nobelhotels «Trois Rois» wurde zudem mit Eiern und vollen Robidog-Säckchen beworfen.

Parallel zur Demonstration fand in Basel die zehnte Auflage der Anti-WEF-Veranstaltung «Das andere Davos» statt. Die Gegen-Tagung zum Weltwirtschaftsforum hatte am Freitag im Kollegiengebäude der Universität begonnen und ging am Samstagabend zu Ende. Zeitweise nahmen an der Veranstaltung bis zu 400 Personen teil.

Podien und Workshops

Auf dem Programm standen Podien und Workshops unter anderem zur Migration, zu neuen Gewerkschaftsbewegungen oder zu Kämpfen lohnabhängiger Frauen. Zu dem von attac Schweiz zusammen mit weiteren Organisation und Gewerkschaften organisierten Anlass sollte per Video auch der US-Philosoph, Autor und Sprachwissenschafter Noam Chomsky zugeschaltet werden.

Am WEF-Tagungsort Davos demonstrierten am Nachmittag rund 130 Personen gegen das Weltwirtschaftsforum. Die von den Grünen organisierte, bewilligte Kundgebung verlief friedlich.

(fest/sda)

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zu Trüppchen
Sie haben ja Recht mit der Demonstration. Haben Sie eine andere Variante, wie sich dar Volk wehren kann. Denn durch den rechtlichen Weg wie es vorgeschrieben ist, klappt es ja gar nicht.
Trüppchen
400 und 130 Personen waren aber ein recht bescheidenes Trüppchen! Da gehen ja mehr für eine Miss Schweiz Autogramm in den Jelmoli.

Grundsätzlich finde ich friedliche Demos gegen das WEF richtig, auch wenn es nicht meine Linie ist. ABER, die Organisationen haben es sich halt selber verscherzt. Viele sind gegen das WEF aber auch gegen Sachbeschädigungen und Gewalt. Solange diese Demonstrationen die Militanten nicht in den Griff kriegen, machen auch nicht mehr mit. Jene die Sachbeschädigungen machen und gewaltbereit sind, schaden ihrer eigenen Sache am meisten. Den Rest des Schadens bezahlen wir alle über Versicherungen oder über Steuern.

Die Mehrzahl hat einfach keine Lust für eine Demonstration ihrer Kritik und Unzufriedenheit das Risiko zu tragen in Tränengas oder Gummiknüppel zu laufen, nur weil ein paar Hirntote die Spielregeln nicht begreifen.

Schade eigentlich, aber verständlich.
demonstration
bin froh, dass wenigstens die Basler gegen das World Economic Forum in Davos protestierten, schade dass das Schweizervolk nicht zusammenhält. Denn einer allein geht nicht, nur zusammen geht es.
Es sollte heissen World Economic Party for the Rich.
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