Weitgehend friedlicher Protestmarsch
Anti-WEF-Demonstration in St. Gallen
publiziert: Samstag, 22. Jan 2011 / 19:50 Uhr
Friedlicher Marsch durch St. Gallen.
Friedlicher Marsch durch St. Gallen.

St. Gallen - 200 Globalisierungsgegner haben am Samstagnachmittag an einer von der Stadtpolizei bewilligten Anti-WEF-Demonstration in St. Gallen teilgenommen. Der Marsch aus Protest gegen das World Economic Forum (WEF), das Ende Januar in Davos GR stattfindet, verlief weitgehend friedlich.

5 Meldungen im Zusammenhang
Die Demonstration wurde organisiert vom Anti-WEF-Bündnis St.Gallen. Dem Aufruf zum friedlichen Protest gefolgt sind aber auch Gruppen aus anderen Landesteilen der Schweiz, wie Benjamin Lütolf, Sprecher der Stadtpolizei, auf Anfrage sagte. Im Internet hatte auch die Organisation «Revolutionärer Aufbau» zur Teilnahme aufgerufen.

Die Demonstranten besammelten sich um 14 Uhr beim Hauptbahnhof - bei eisiger Kälte. Nach einer Ansprache zogen die rund 200 Globalisierungsgegner durch die St. Galler Innenstadt, eskortiert von wenigen Polizisten und beobachtet von staunenden und kopfschüttelnden Passanten, die ihre Wochenend-Einkäufe erledigten.

Auf einem grossen roten Transparent am Anfang des Umzugs stand in grossen Buchstaben geschrieben: «Den Kapitalisten die Zukunft nehmen - WEF zerschlagen». Dahinter zogen die meist jugendlichen Demonstranten einen Leiterwagen mit Sujets gegen den Kapitalismus. Es wurde auf Pauken gehauen und es wurden Rauchpetarden gezündet.

Mit welcher Strategie die Gegner der Globalisierung das WEF zerschlagen wollen, stand auf einem anderen Transparent geschrieben: «Von unten links nach oben rechts».

Sicht der Polizei

Wie die Stadtpolizei in einem Communiqué mitteilte, lösten sich rund zehn Teilnehmer aus dem Umzug und griffen zwei Passanten an. Journalisten vor Ort beobachteten, dass die Passanten die Demonstrationsteilnehmer provoziert hatten.

Beamte seien mit Schneebällen beworfen worden, teilte die Polizei weiter mit. Zudem hätten die Demonstrierenden Schaufenster und Fassaden mit Sprayereien und Klebern verunziert. Ein Sprayer wurde angehalten. Nur der ruhige und verhältnismässige Einsatz der Polizei habe Ausschreitungen verhindert, heisst es im Polizei-Communiqué.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Davos GR/St. Gallen - In einem Mail ... mehr lesen
Statt an der Uni an der Helevetia platziert: War der Sprengsatz echt?
Der Armeeeinsatz kostet rund 1,5 Millionen Franken.
Payerne VD - Die Armee hat am ... mehr lesen
Basel - Rund 450 Personen haben am Wochenende an der 11. Ausgabe der WEF-Gegenveranstaltung «Das andere Davos 2011» in Basel teilgenommen. Die Globalisierungskritiker setzten sich unter anderem mit dem internationalen Finanzsystem auseinander. mehr lesen 
Cologny GE - Davos wird ... mehr lesen
Kommt nach Davos: Nicolas Sarkozy.
Bern/Davos - Die Schweizer Armee ist auch dieses Jahr für Sicherheitsaufgaben am Davoser World Economic Forum (WEF) zuständig. 220 Armeeangehörige nahmen am Freitag ihren Dienst in Davos auf. Die Zusatzkosten für die Armee betragen rund 1,5 Millionen Franken. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Bundespräsident Schneider-Ammann traf in Davos den französischen Premierminister Manuel Valls, EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und EU-Forschungskommissar Carlos Moedas.
Bundespräsident Schneider-Ammann traf in Davos den französischen ...
Keine Zugeständnisse aus Brüssel  Bern - Der Bundesrat hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) für eine Charme-Offensive bei den EU-Ländern genutzt. Mehr konnte er in Davos gar nicht tun. So lange die Probleme mit Grossbritannien nicht gelöst sind, wird Brüssel der Schweiz keine Zugeständnisse machen. mehr lesen 
Das WEF 2016 verlief ruhig ab.
WEF 2016 verlief ruhig  Davos GR - Die Bündner Behörden ziehen ein positives Fazit des ... mehr lesen  
WEF 2016  Davos GR - Das 46. Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos GR gehört der Geschichte an. Gründer Klaus Schwab hat sich zum Abschluss bei allen Teilnehmenden, den Organisatoren und Sicherheitskräften bedankt. Den Schlusspunkt setzte die Cellistin und Komponistin Zoë Keating. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 10°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 11°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 9°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 8°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 10°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 13°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 17°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten