Stoffwechsel beeinträchtigt
Antibiotika fördern Fettleibigkeit bei Kindern
publiziert: Mittwoch, 1. Okt 2014 / 07:31 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 1. Okt 2014 / 08:28 Uhr
Das Risiko erhöht sich um zehn Prozent.
Das Risiko erhöht sich um zehn Prozent.

Philadelphia/Baltimore - Kinder, die immer wieder Antibiotika erhalten, verfügen über ein höheres Fettsuchtrisiko, wie die University of Pennsylvania und die Bloomberg School of Public Health ermittelt haben.

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Wie «JAMA Pediatrics» berichtet, erhöht sich das Risiko bei Kindern um zehn Prozent, die vor dem zweiten Lebensjahr vier Mal oder öfter Antibiotika erhalten haben.

64'000 US-Kinder analysiert

Laut Experten wie Graham Brudge von der University of Southampton ist ein direkter Zusammenhang nicht nachgewiesen. Daher sollte nicht auf den Einsatz dieser Medikamente verzichtet werden. Die Wissenschaftler analysierten die Gesundheitsdaten von mehr als 64'000 Kindern in den USA für den Zeitraum 2001 bis 2013.

Die Kinder wurden weiter beobachtet, bis sie das fünfte Lebensjahr erreichten. Fast 70 Prozent hatten bis zum zweiten Lebensjahr bereits zwei Mal Antibiotika erhalten. Jene Kinder, die vier Mal oder häufiger Antibiotika eingenommen hatten, verfügten bis zum fünften Lebensjahr über ein um zehn Prozent höheres Risiko einer Fettsucht.

Nicht jedes Antibiotikum gleich

Auch die Art der Antibiotika scheint eine Rolle für die Ausbildung einer späteren Fettsucht zu spielen. Jene Kinder, die ein Medikament erhalten hatten, das auf einen bestimmten Krankheitserreger abzielte, verfügten über ein geringeres Risiko zuzunehmen. Breitbandantibiotika hingegen scheinen eine Gewichtszunahme zu begünstigen.

Charles Bailey von der University of Pennsylvania zufolge beeinträchtigen Antibiotika Bakterien im Darm, die ein normales Gewicht fördern und jene aktiver machen, die den Stoffwechsel in die falsche Richtung lenken. Die Studie zeige auch, dass das zu häufige Verschreiben von nicht passenden Antibiotika negative Auswirkungen auf das Wachstum habe.

(awe/pte)

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