Aufnahmestopp im Unispital Lausanne
Antibiotika-resistentes Bakterium in Lausanne
publiziert: Freitag, 18. Feb 2011 / 20:18 Uhr
Universitätsspital Lausanne.
Universitätsspital Lausanne.

Lausanne - Das Universitätsspital Lausanne muss vorübergehend die Aufnahme von Patienten beschränken. Grund ist ein gegen Antibiotika-resistentes Bakterium, das zuvor bereits das Spital in Payerne VD heimgesucht hat. Bis die Lage sich normalisiert, kann es Wochen dauern.

3 Meldungen im Zusammenhang
Der Aufnahmestopp betrifft den Nordsektor des 15. Geschosses des Universitätsspitals Lausanne (CHUV), wie das Spital am Freitag mitteilte. Nicht dringende Eingriffe in den Sparten Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie und Urologie werden verschoben.

Notfallchirurgie wird weiterhin angeboten und die Patienten im Südsektor des 15. Geschosses einquartiert. In anderen Chirurgischen Abteilungen werden zusätzliche Betten betrieben. Ausserdem sollen Patienten vom CHUV in andere Spitäler verlegt werden.

Die Massnahme soll verhindern, dass sich die gegen Vancomycin resistenten Enterokokken (VRE) im Spital ansiedeln, wie Professor Giorgio Zanetti vom Präventivmedizinischen Dienst des CHUV sagte. Sechs Patienten sind Träger des Bakteriums, 38 weitere könnten es sein. Das CHUV betreibt insgesamt rund 1350 Betten.

Normalisierung in etwa zwei Wochen

Vancomycin-Resistente Enterokokken nisten sich im Verdauungstrakt ein, führen aber selten zu schweren Infektionen, auch wenn solche nicht ausgeschlossen werden können. Im besten Fall dauere es zwei Wochen, bis sich die Lage normalisiert habe, sagte Zanetti. Für das CHUV sei die derzeitige Situation eine Premiere, hiess es.

Mit Vancomycin-Resistenten Enterokokken hatte Anfang Februar auch das Spital der Broye (HIB) in Payerne VD zu kämpfen. Am Dienstag konnte das Spital den deswegen verfügten Aufnahmestopp in der Chirurgie aufheben.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Genf - Die Resistenz gegen ... mehr lesen
Antibiotika wird oft mangelhaft eingesetzt. (Symbolbild)
Rio de Janeiro - In Brasilien befürchten Experten immer mehr Todesfälle durch antibiotika-resistente Spitalkeime. In der brasilianischen Hauptstadt Brasilia zählten die Behörden in diesem Jahr bereits 18 Tote durch multiresistente Erreger des Typs KPC, gegen die es keine wirksamen Antibiotika gibt. mehr lesen 
Zu oft werden noch Antibiotika unangemessen eingesetzt.
Bern - Im internationalen Vergleich gehört die Schweiz zu den Ländern, in denen am wenigsten Antibiotika konsumiert werden. Trotzdem nimmt die Zahl antibiotikaresistenter Erkrankungen auch hier ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Sehr geringe Mengen THC sind zulässig.
Sehr geringe Mengen THC sind zulässig.
Publinews Hanf enthält über 80 Cannabinoide und über 400 andere Substanzen. Die wichtigsten Cannabinoide sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). mehr lesen  
Publinews Entgegen der langläufigen Meinung wurde bzw. wird die sportliche Betätigung in Deutschland nicht auf Null eingeschränkt. Was ... mehr lesen  
Im Freien und zu Hause.
Optimale Luftfeuchtigkeit wirkt sich auf Wohlbefinden und Gesundheit aus.
Publinews Damit man sich in seinen eigenen Wohnräumen wohlfühlt, sollte die Luft die richtige Luftfeuchtigkeit haben. Eine zu niedrige oder eine zu ... mehr lesen  
Publinews Der Schlaf bei Nacht ist dazu gemacht, dass der Körper zur Ruhe kommt, sich von den Strapazen des Tages erholt und Kraft für die ... mehr lesen  
Mit Rückenschmerzen ins Bett? Dieses Schicksal teilen viele Menschen. Nur wenige können die Fehlhaltungen des Tages über die Nacht ausgleichen.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 0°C 2°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel 1°C 3°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
St. Gallen -1°C 1°C immer wieder Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, wenig Schnee Schneeregenschauer
Bern 0°C 2°C bedeckt, etwas Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 0°C 3°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, wenig Schnee freundlich
Genf 0°C 3°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 0°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten