Anton Thalmann bestreitet Vorwürfe um Lösegeldzahlung
publiziert: Sonntag, 13. Jul 2008 / 08:39 Uhr

Bern - Der stellvertretende Staatssekretär im Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Anton Thalmann, hat in der Sonntagspresse die Kritik Kolumbiens am Schweizer Vermittler Jean-Pierre Gontard zurückgewiesen.

«Uns liegen keinerlei Hinweise vor», sagte Thalmann gegenüber der «NZZ am Sonntag».
«Uns liegen keinerlei Hinweise vor», sagte Thalmann gegenüber der «NZZ am Sonntag».
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«Uns liegen keinerlei Hinweise vor, dass er seine Aufgabe als Mediator verraten hat», sagte Thalmann gegenüber der «NZZ am Sonntag».

Es liege in der Rolle eines Mediators, dass er hin und wieder von der einen oder der andern Seite kritisiert werde, zumal er mit beiden Seiten ein gutes Einvernehmen pflegen müsse.

480'000 Dollar

Kolumbianische Regierungsvertreter hatten kritisiert, Gontard habe im Jahr 2001 bei der Befreiung von zwei Novartis-Mitarbeitern aus der Gewalt der kolumbianischen FARC-Rebellen eine Lösegeldzahlung über 480'000 Dollar überreicht. Sie beriefen sich dabei auf Dokumente, die im Computer von FARC-Vizechef Raul Reyes gefunden worden waren.

Diese Darstellung bestreitet auch der Pharmakonzern Novartis. Der Schweizer Emissär habe lediglich - zusammen mit dem mexikanischen Botschafter - zur Freilassung der Geiseln beigetragen, hiess es in einem Communiqué vom Samstag.

«Gute Dienste»

Kolumbien war bislang eines der Schwerpunktländer, wo die Schweiz ihre «Guten Dienste» in der Konfliktlösung angeboten hat. Gontard ist vom EDA auf Mandatsbasis im Rahmen eines Vertrags mit dem früheren Genfer Institut für Entwicklungspolitik (IUED) als Vermittler angestellt.

Sein Arbeitsverhältnis mit dem Schweizer Aussenministerium besteht nach Angaben des EDA weiter. «Er hat in Kolumbien während zehn Jahren nützliche und erfolgreiche Vermittlertätigkeit geleistet. Es gibt für uns keinen Grund, plötzlich alles in Frage zu stellen».

(li/sda)

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