Anzeichen für israelische Bodeninvasion
publiziert: Samstag, 22. Jul 2006 / 08:07 Uhr

Beirut - Die Anzeichen für eine Bodenoperation israelischer Truppen in Südlibanon mehren sich.

Schon jetzt seien mehrere tausend israelische Soldaten in Südlibanon im Einsatz.
Schon jetzt seien mehrere tausend israelische Soldaten in Südlibanon im Einsatz.
7 Meldungen im Zusammenhang
Israel mobilisierte am Freitag tausende Reservisten und forderte die Menschen im Süden Libanons auf, ihre Dörfer zu verlassen.

Das rund 30 Kilometer breite Gebiet südlich des Flusses Litani müsse geräumt werden, sagte eine Armeesprecherin. Der Fernsehsender CNBC berichtete unter Berufung auf den mit ihm verbundenen Sender NBC News, die Invasion werde wahrscheinlich in der Nacht auf Samstag beginnen.

Dies habe NBC aus westlichen Geheimdienstkreisen erfahren. Aus Kreisen der israelischen Armee hiess es, es sei keine Grossinvasion geplant. Vorgesehen sei vielmehr ein Vorrücken an bestimmte Punkte, sagte ein Militärangehöriger. «Sie sollten keine vollständigen Einfall nach Libanon erwarten.»

Der libanesische Verteidigungsminister Elia Murr kündigte an, die Armee im Fall einer Invasion einzusetzen. Schon jetzt sind laut israelischen Medien tausende Soldaten in Südlibanon im Einsatz.

Erneut schwere Gefechte

Dabei kam es erneut zu schweren Gefechten mit der schiitischen Hisbollah-Miliz. Diese feuerte wieder Raketen auf Haifa und Städte in Nordisrael; mindestens zehn Menschen wurden verletzt.

Vier israelische Soldaten seien bei Gefechten getötet worden, hiess es von israelischer Seite. Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben 13 Leichen von Hisbollah-Kämpfern in ihrem Besitz. «Wir prüfen jetzt, was wir mit ihren Leichen machen», sagte Generalstabschef Dan Halutz.

Auf die Frage, ob die Armee einen Austausch mit den beiden entführten israelischen Soldaten anstrebe, sagte Halutz: «Lassen wir diese Frage für später. Wir sind nicht diejenigen, die Leichen verschleppen, um daraus Geld zu schlagen.»

Frage des Gefangenenaustausches

Halutz spielte damit offenbar auf früheren einen Gefangenenaustausch mit der Hisbollah an. Israel hatte 2004 einen Geschäftsmann lebend sowie die Leichen von drei Soldaten zurückerhalten und im Gegenzug über 400 Palästinenser und Libanesen freigelassen. Die Hisbollah- Miliz hatte am Mittwoch vergangener Woche zwei Soldaten entführt und verlangt einen neuen Austausch.

Laut Halutz wurden seit Beginn der Offensive etwa 100 Hisbollah- Milizionäre «aller Dienstgrade» getötet. Die Miliz gibt an, elf ihrer Kämpfer seien ums Leben gekommen.

(smw/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Beirut/Tel Aviv - Die israelische Armee ist einige Kilometer weit über die Nordgrenze ... mehr lesen
Israel war mehrfach vorübergehend auf libanesisches Territorium vorgerückt.
New York - Die Schweiz unterstützt UNO-Generalsekretär Kofi Annans ... mehr lesen
Es sei Pflicht der internationalen Gemeinschaft, sich für eine Konfliktlösung einzusetzen.
In Ansprachen auf dem Bundesplatz wurde ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen gefordert.
Bern - In Bern haben rund 1200 Personen gegen die kriegerischen Handlungen Israels im Libanon demonstriert. Das Vorgehen Israels wurde als völkerrechtswidrig kritisiert. mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Beirut/Tel Aviv - Zwei israelische Militärhelikopter sind in der Nacht zum Freitag in der ... mehr lesen
Die Zahl der Einschläge ging gemäss der israelischen Polizei zurück.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung Frieden.
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung ...
Positive Elemente für Friedensinitiative  Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zu neuen Verhandlungen über einen Friedensplan arabischer Staaten bereit erklärt. Netanjahu sagte am Montagabend in Jerusalem, die Friedensinitiative von 2002 enthalte positive Elemente. mehr lesen 
Israel  Jerusalem - Der rechts-nationalistische Politiker Avigdor Lieberman ist im Parlament als Israels neuer Verteidigungsminister vereidigt worden. 55 von 120 Abgeordneten stimmten für die Ernennung und 43 dagegen. Lieberman und seine Partei fordern die Deportation aller Araber. mehr lesen  
Andreas Kyriacou Die Klage des türkischen Möchtegern-Alleinherrschers Recep Erdogan gegen den Deutschen Satiriker Jan Böhmermann ... mehr lesen   2
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
OFT GELESEN
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 18°C 24°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Basel 19°C 25°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
St. Gallen 16°C 22°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
Bern 16°C 23°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Luzern 16°C 25°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Genf 17°C 26°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Lugano 19°C 29°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten