Riesige Datenbank
App analysiert Frühchen in Entwicklungsländern
publiziert: Mittwoch, 4. Mrz 2015 / 09:46 Uhr
Besonders in den Entwicklungsländern sterben viele Babys, die zu früh zur Welt kamen.
Besonders in den Entwicklungsländern sterben viele Babys, die zu früh zur Welt kamen.

Nottingham - Forscher der University of Nottingham haben eine App speziell für Entwicklungsländer programmiert, die anhand der Fussgrösse und dem Aussehen des Gesichtes sowie der Ohren abschätzt, ob ein Frühchen sofortige medizinische Hilfe benötigt. Das Projekt wird von der Bill-Gates-Stiftung mit 100'000 Dollar (96'288 Franken) gefördert.

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Ziel der Wissenschaftler ist es, mit der mobilen Software pränatale Medizin in ländliche Gebieten zu bringen. Dort haben die werdenden Mütter meist keinen Zugang zu Ultraschall-Untersuchungen. Traditionelle Methoden, eine Frühgeburt als solche zu bestimmen - basierend auf Messungen oder auf dem Geburtsgewicht - sind oft nicht sehr zuverlässig.

Eine bessere Methode, um das Stadium des Babys nach der Geburt zu ermitteln, könnte erhebliche Hilfe bedeuten. So wäre es eindeutiger abzuklärten, Mütter mit ihren Babys einfach nur beizustehen und zu beraten oder aber sofort die Einweisung in das nächstgelegene Krankenhaus zu organisieren, das jedoch oft viele hundert Kilometer entfernt sein kann.

Vergleich mit vielen Reifezuständen

Mehr als eine Mio. Babys sterben jedes Jahr weltweit an den Folgen einer Frühgeburt, der Grossteil davon in den Entwicklungsländern. Die App kombiniert einfache Messungen mit Elementen des Ballard-Tests, der von Medizinern verwendet wird, um die Reife eines Neugeborenen zu bestimmen.

Die neue App nutzt die Kamera des Smartphones, um Fotos von Füssen, Gesicht und Ohren des Babys zu machen, hochzuladen und es in einer riesigen Datenbank mit anderen Babys in verschiedenen Reifezuständen zu vergleichen. Auf diese Weise sollen dem User grobe Handlungsanweisungen gegeben werden, ob es sich um einen Notfall handelt oder nicht.

(bg/pte)

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