Appell an die Journalisten
publiziert: Freitag, 16. Sep 2005 / 17:32 Uhr / aktualisiert: Samstag, 17. Sep 2005 / 15:26 Uhr

Interlaken - Bundesrat Hans-Rudolf Merz hat am Jahreskongress der Schweizer Presse in Interlaken die Medienschaffenden dazu aufgerufen, ihre Verantwortung wahrzunehmen.

«Wert und Preis der Medien messen sich letztlich auch an ihrer Glaubwürdigkeit»
«Wert und Preis der Medien messen sich letztlich auch an ihrer Glaubwürdigkeit»
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Bei aller Zuspitzung und Personalisierung seien sie verantwortlich für die korrekte Wiedergabe von Informationen. Die Verleger ihrerseits seien mehr als blosse Bewahrer der redaktionellen Unabhängigkeit. «Wert und Preis der Medien messen sich letztlich auch an ihrer Glaubwürdigkeit», sagte Merz vor rund 400 Verlegern, Journalisten und Vertretern der Werbebranche, die am Jahreskongress teilnahmen.

Schlagzeilen

Als Beispiel für Zuspitzungen nannte Merz ein Interview mit ihm aus dem jüngsten Abstimmungskampf. In dem Interview habe er sich für den bilateralen Weg eingesetzt und ausgeführt, dass der Rückzug des EU-Beitrittsgesuches in Betracht fallen könnte, wenn die Personenfreizügigkeit am 25. September vom Volk angenommen werde.

Daraus sei in einer Agenturmeldung die Schlagzeile entstanden «Merz will EU-Beitrittsgesuch zurückziehen». Viele Medien hätten diese Schlagzeile übernommen und sie mit ebenso verkürzten Reaktionen seiner Bundesratskollegen gemischt. In der Folge hätten einzelne Medien berichtet, im Bundesrat gebe es angeblich neuen Streit.

«Fakt ist, dass der Bundesrat nach der Abstimmung eine Aussprache über alle europapolitischen Optionen führen wird. Das und nichts anderes haben wir in aller Ruhe vor zwei Wochen beschlossen», sagte Merz.

Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Medien

Eine Lanze für die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Medien brach seinerseits Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument. Die Presse habe in den letzten 20 Jahren auf beiden Feldern Terrain verloren. Nachdem sich die Politik bis Ende der 70er Jahre kaum um die Medien gekümmert habe, sei heute alles anders.

Lebrument erwähnte das Radio- und Fernseh-, das Mehrwertsteuer- und das Postgesetz. Sollte etwa ein Einheitssatz bei der Mehrwertsteuer eingeführt werden, so würde dies die Printmedien zusätzlich mit rund 60 Millionen Franken belasten.

(bert/sda)

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