Appenzell Ausserrhoden verteidigt ihren Sitz
Appenzell AR wählt jungen FDP-Kandidaten
publiziert: Sonntag, 23. Okt 2011 / 12:58 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 23. Okt 2011 / 15:21 Uhr
Überraschungserfolg: Andrea Claudio Caroni.
Überraschungserfolg: Andrea Claudio Caroni.

Herisau AR - Die FDP hat in Appenzell Ausserrhoden ihren Sitz im Nationalrat verteidigt: Neu gewählt wurde der 31-jährige Andrea Claudio Caroni mit 8970 Stimmen. Damit überrundete er seinen stärksten Konkurrenten, Finanzdirektor Köbi Frei (SVP), überraschend klar.

3 Meldungen im Zusammenhang
Der 52-jährige Frei erzielte lediglich 5312 Stimmen. CVP-Kandidat Max Nadig (51) holte 1840 Stimmen; auf den 52-jährigen Samuel Büechi vom Grünen Appenzellerland (GRAL) entfielen 1114 Stimmen.

Der Anwalt Caroni war persönlicher Mitarbeiter von Ex-Bundesrat Hans-Rudolf Merz. Er ersetzt FDP-Nationalrätin Marianne Kleiner (64), die nicht mehr zur Wahl antrat. Ihr Kommentar: «Wir sind glücklich.» Niemand, selbst der siegreiche Caroni nicht, hatte mit einem derart klaren Ergebnis gerechnet: «Ich bin überwältigt,» sagte Caroni.

Als mögliche Gründe für den deutlichen Wahlsieg nannten Sieger und Verlierer das Doppelmandat von Frei im Fall einer Wahl. Caroni hatte volksnah mit beschlagenem «Chüeligürtel» in kariertem Bauernhemd mit dem Slogan «Ausserrhoden hat Zukunft» geworben. In einem intensiven Wahlkampf war er im ganzen Kanton persönlich auf die Wähler zugegangen.

Allein mit Geld habe Caronis Wahlsieg nichts zu tun, sagte SVP-Parteipräsident Edgar Bischof: «So viele Leute kann man nicht kaufen.» Er habe mit einer Niederlage gerechnet, gestand der unterlegene Köbi Frei. Der CVP-Kandidat Max Nadig war enttäuscht: Die FDP habe enorm mobilisiert.

GRAL-Kandidat Samuel Büechi zeigte sich als guter Verlierer: Er brachte dem Sieger auf dem Hackbrett ein Ständchen mit dem Appenzellerlied «Hesch ken Rappe Geld im Sack.» - «Eine Charme-Offensive,» so Büechi. Für ihn sei ausschlaggebend, dass das GRAL sich etabliert habe. Die Wahlbeteiligung betrug 47,51 Prozent.

Altherr in den Ständerat

In den Ständerat entsenden die Ausserrhoder wiederum den 61-jährigen Freisinnigen Hans Altherr. Er erzielte 14'672 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 8044 Stimmen, die Wahlbeteiligung lag bei 46,9 Prozent. Altherr wird im nächsten Jahr aller Voraussicht nach Ständeratspräsident.

(fkl/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Der falsche Twitter-Account von Nationalrat Andrea Caroni ist gelöscht.
Bern/Herisau - Der falsche Account ... mehr lesen
Wahlen 2011 Bern - Die Grünliberalen und die ... mehr lesen 2
Sitzgewinne für die neuen Parteien im Nationalrat.
 
Auch wenn das Wetter schön ist und du vielleicht rausgehen und Freunde treffen willst. Du musst jetzt zu Hause bleiben.
Einfach, schnell und zuverlässig  Der Schweizer Bundesrat hat am 16. März 2020 die ausserordentliche Lage ausgerufen, ab sofort gilt der nationale Notstand. Somit übernimmt der Bundesrat ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 1°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 1°C 13°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 3°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 0°C 12°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 5°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 0°C 13°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 4°C 16°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten