Appenzellerland feiert alten Silvester
publiziert: Samstag, 12. Jan 2008 / 18:46 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 13. Jan 2008 / 10:10 Uhr

Urnäsch - Das bunte Treiben der «schöne», «wüeschte» und «schö-wüeschte» Chläuse beobachten dieses Jahr auch Vertreter der Schweizer Armeeführung.

Ein Schuppel von schönen Chläusen besteht üblicherweise aus sechs Burschen.
Ein Schuppel von schönen Chläusen besteht üblicherweise aus sechs Burschen.
Im ausserrhodischen Hinterland ist zum zweiten Mal Silvester. Gemäss dem Julianischen Kalender endet das Jahr am Fuss des Säntis nämlich erst am 13. Januar.

Das feiern die Einheimischen mit dem alten Silvester, dem eindrücklichsten Winterbrauch im Appenzellerland.

Wenn der 13. Januar, wie dieses Jahr, auf einen Sonntag fällt, feiern die Appenzeller bereits am 12. Januar. Ganze Cars und Extrazüge voller Touristen fahren ins Urnäscher Tal, um die farbenprächtig herausgeputzten Chläuse zu sehen und zu hören wie sie singen.

Auf Einladung der Ausserrhoder Regierung sind dieses Jahr auch Vertreter der Schweizer Armeeführung, darunter Divisionär Peter Stutz, in Urnäsch zu Gast. «Die Regierung wird sich mit den Gästen einem »Schuppel« anschliessen», sagte der Ausserrhoder Ratschreiber Martin Birchler.

Bereits morgens von Hof zu Hof

Diese «Schuppel», oder Gruppen, ziehen bereits in der Morgendämmerung von Hof zu Hof. Vor dem Haus stellen sie sich in einem Kreis auf, schellen und rollen und singen ein «Zäuerli», den typisch appenzellischen, melodiösen, langgezogenen Jodel ohne Worte. Die Bewohner auf den Höfen bedanken sich mit Glühwein und Geldspenden.

Ein Schuppel von schönen Chläusen besteht üblicherweise aus sechs Burschen, zwei «Rolli» und vier «Schelli». Die «wüeschten» Chläuse tragen oft furchterregende Masken, die aus Papiermaché, Schweine- oder Rinderzähnen, Knochen und anderen Naturprodukten angefertigt werden.

Hosen, Kopfbedeckung und Mäntel werden mit Heu, Stroh, Tannenreisig, Stechlaub oder ähnlichen Materialien besteckt.

Das Chlausen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in einigen Dörfern im Urnäschtal wieder aufgenommen und ist in den letzten Jahren zur Touristenattraktion geworden.

(dl/sda)

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