Musik nach Nutzer-Geschmack
Apple bald auch Radio-Sender
publiziert: Samstag, 8. Sep 2012 / 18:11 Uhr
Apple wird sich an bekannten Diensten, wie Pandora oder Spotify, orientieren.
Apple wird sich an bekannten Diensten, wie Pandora oder Spotify, orientieren.

Apple arbeitet laut einem Zeitungsbericht an einem Internet-Radio, um seine starke Rolle im Musikgeschäft gegen neue Rivalen zu verteidigen.

6 Meldungen im Zusammenhang
Es gehe um einen Dienst, bei dem kostenlos ein an den Musikgeschmack des Nutzers angepasstes Programm abgespielt wird, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Personen. Apple habe allerdings erst vor kurzem Gespräche mit der Musikindustrie über entsprechende Rechte aufgenommen und es könnten noch Monate vergehen, bis ein solches Angebot startet.

Apple ist mit seiner iTunes-Plattform zum weltgrössten Musik-Verkäufer geworden. Allerdings ist inzwischen immer mehr das Streaming auf dem Vormarsch, bei dem die Musik nicht mehr heruntergeladen, sondern direkt aus dem Internet abgespielt wird. Dabei gibt es zum einen Abo-Dienste wie Spotify, Simfy, Juke oder Rdio, bei denen für eine Monatsgebühr uneingeschränkt Musik gehört werden kann. Über einen solchen Dienst habe Apple ebenfalls nachgedacht, aber die Idee verworfen, schrieb die Zeitung.

Apple-Dienst soll passende Werbung zur Musik angezeigen

Ein weiteres Modell sind kostenlose Internet-Radios wie Pandora, bei denen der Nutzer einer vom Anbieter zusammengestellten Playlist folgen muss, anstelle die Lieder selber auszusuchen. Bei dem Apple-Dienst solle, wie bei Pandora auch, Werbung zur Musik angezeigt werden, hiess es. Er solle auf Apple-Geräten wie iPhones und iPads sowie möglicherweise auch auf Windows-PCs laufen.

Apple experimentiert bereits seit Monaten in iTunes mit kostenlosen Streaming-Angeboten, damit die Nutzer mehr neue Musik kennenlernen. So wurde den iTunes-Kunden beispielsweise das neue Album «Tempest» von Bob Dylan kostenlos zum Streaming bereitgestellt. Ein grösserer Streaming-Dienst wurde von Apple bislang allerdings nicht gestartet, weil die Höhe der Lizenzforderungen der Musikkonzerne den iPhone-Anbieter abgeschreckt habe, schrieb die Zeitung.

Die Lizenzgebühren gelten auch als das grösste Problem von Pandora, weil sie einen grossen Teil der Werbeeinnahmen verschlingen. Der Bericht enthielt keine Hinweise darauf, ob ein Apple-Musikradio auch international verfügbar wäre - angesichts des komplexen Rechtegeflechts starten solche Dienste oft zunächst in den USA.

Bisher ging Apple nur sehr behutsam auf dem Musikfeld vor - denn schliesslich hat der Konzern ein lukratives Download-Geschäft, das man nicht selbst aushöhlen will. Ein erster Schritt in diese Richtung war aber schon das Angebot iTunes Match, bei dem Nutzer ihre Musik für eine Jahresgebühr auf Apple-Servern lagern und von dort auf verschiedene Geräte herunterladen können. Technisch wäre ein Streaming-Dienst für Apple kein Problem, was der Konzern gerade auch mit den Live-Übertragungen von seinem jährlichen Musikfestival in London beweist.

(Marleen Frontzeck/teltarif.ch)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London - Helen Goodman, die gerne als Schattenkulturministerin Grossbritanniens bezeichnet wird, hat die Regierung ... mehr lesen
Privathaushalte mit geringem Einkommen am stärksten betroffen. (Archivbild)
Sony/ATV verwaltet die Rechte für heutige Stars wie Lady Gaga.
New York - Das Internet-Musikradio von Apple verzögert sich wegen schwieriger Rechteverhandlungen mit dem ... mehr lesen
Oakland/Halle - Das klassische terrestrische Radio könnte schon bald Vergangenheit sein. Online-Radiosender und ... mehr lesen
Online-Radiosender erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit.
Google Music ist vorerst nur in den USA verfügbar.
Google macht seinen eigenen Online-Musikladen auf. Bei Google Music können ... mehr lesen
Stockholm - Die Zahl an Musikpiraten rückläufig ist. Dafür können kostenpflichtige Streamingdienste wie Spotify mit ... mehr lesen
Spotify verzeichnet mit seinem Streaming-Service grossen Erfolg.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 16
Die Anzahl der betroffenen Geräte ist enorm.
Die Anzahl der betroffenen Geräte ist enorm.
WLAN-Patente verletzt  Das renommierte California Institute of Technology (Caltech) wirft dem Technologieriesen Apple vor, WLAN-Patente verletzt zu haben. In einer Klage, in der auch der Chip-Hersteller Broadcom beschuldigt wird, soll der Streit nun vor Gericht ausgefochten werden. mehr lesen 
Die niederländische Royal Dutch Shell ist das umsatzstärkste Unternehmen in Europa.
Öl- und Rohstoffpreise belasten Konzernergebnisse Zürich - Der Verfall der Öl- und Rohstoffpreise hat 2015 auf beiden Seiten des Atlantiks bei den Grosskonzernen Umsatz und ...
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 17
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 18°C 25°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 20°C 25°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 17°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 18°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 18°C 24°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 20°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 21°C 27°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten