Apple kämpft gegen Mac-Klone
publiziert: Mittwoch, 16. Jul 2008 / 22:43 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 16. Jul 2008 / 23:49 Uhr

San Francisco - Apple geht nun doch gerichtlich gegen das in Florida ansässige Unternehmen Psystar vor, das seit April dieses Jahres preisgünstige Desktopsysteme mit Mac OS X Leopard anbietet.

Psystar, bietet preisgünstige Desktopsysteme mit Mac OS X Leopard an.
Psystar, bietet preisgünstige Desktopsysteme mit Mac OS X Leopard an.
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Diese Verwendung von OS X bei Psystars «Open Computer» verstösst gegen die Lizenzbestimmungen des Apple-Betriebssystems - diese erlauben nur eine Nutzung in Verbindung mit Apple-Hardware.

In der Verteidigung könnte Psystar auf Kritik an genau diesen Lizenzbestimmungen setzen. Allerdings dürften die Verstösse des Unternehmens noch umfangreicher sein. So wird softwareseitig getrickst, damit das Betriebssystem wirklich glaubt, auf Apple-Hardware zu laufen.

Verstoss gegen Monopolrecht?

«Apple lizenziert die Nutzung seines Macintosh-Betriebssystem ('Mac OS') für die Verwendung nur auf Apple-etikettierter Hardware», wird in der Klageschrift klargestellt, welche die Rechtsanwaltskanzlei Townsend and Townsend and Crew am 3. Juli für Apple eingereicht hat.

Genau dagegen verstösst Psystar sowohl beim Open Computer als auch beim im Juni vorgestellen OpenServ, der OS X Leopard Server nutzt.

Ein Psystar-Mitarbeiter hatte Mitte April dieses Jahres die Endbenutzer-Lizenzvereinbarung von Mac OS X in einem Interview mit der InformationWeek angegriffen. Diese würden gegen US-Monopolrecht verstossen.

«Was wäre, wenn Microsoft sagen würde, Windows darf nur auf Dell-Computern installiert werden?» Eventuell könnte derartig auch vor Gericht argumentiert werden.

Schutzmechanismen «gehackt»

Für Kunden versprechen die Psystar-Systeme eine deutliche Kostenersparnis gegenüber offizieller Apple-Hardware, sind aber nicht ohne Probleme. Psystar muss OS X Leopard glauben lassen, dass es wirklich auf Apple-Hardware läuft, damit die Open Computer funktionieren.

Apple hat seine Schutzmechanismen gegen einen Betrieb auf Fremdhardware mit dem Update auf Version 10.5.3 verbessert. Psystar ist dem mit einem speziellen Skript beigekommen, scheint also Hacks auf Software-Ebene zu nutzen - was rechtlich ein weiteres Problem darstellen dürfte.

Auswirkung für «EFiX»?

In der Klageschrift wird an einer Stelle auch das Befähigen anderer, Mac OS X auf Nicht-Apple-Computern zu installieren oder zu verwenden, als Lizenzverstoss bezeichnet. Was in diesem Fall letztendlich ein Nebensatz ist, könnte sich bei einem anderen Angebot als signifikant erweisen.

«EFiX» will OS X per Hardwaremodul vom Zwang zur Apple-Hardware befreien. Die eigentliche Installation des Betriebssystems wird in diesem Fall vom Endanwender selbst durchgeführt. Allerdings dient EFiX dezidiert dazu, anderen die Installation und den Betrieb von OS X auf nicht von Apple hergestellten Computern zu ermöglichen.

(bert/pte)

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