Streit um E-Book-Verkäufe
Apple und Verlage reagieren auf EU-Warnung
publiziert: Mittwoch, 19. Sep 2012 / 17:43 Uhr
Der Anteil von E-Books am gesamten Büchermarkt ist in den meisten Ländern vernachlässigbar.
Der Anteil von E-Books am gesamten Büchermarkt ist in den meisten Ländern vernachlässigbar.

Brüssel - Im EU-Verfahren um ein mutmassliches Kartell beim Vertrieb elektronischer Bücher haben die verdächtigten Unternehmen Abhilfe versprochen. Der Technologiekonzern Apple sowie vier Verlagshäuser haben der EU-Kommission Selbstverpflichtungen für den Absatz von E-Books angeboten.

4 Meldungen im Zusammenhang
Wie die Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte, wollen die Firmen damit die Bedenken der EU zerstreuen und einer möglichen Bestrafung durch die Behörde zuvorkommen.

Die Firmen boten an, monierte Vereinbarungen aufzuheben und bestimmte Klauseln daraus für fünf Jahre nicht wieder in Verträge einzufügen. Unter Auflagen sollen die Einzelhändler ihre Endpreise für E-Books für zwei Jahre neu festsetzen dürfen.

Diese Massnahmen sollen von der Branche und anderen interessierten Parteien unter die Lupe genommen werden, die ihre Ansichten darüber dann der Kommission mitteilen. Danach kann die Behörde die Verpflichtungen für rechtlich bindend erklären und so das Verfahren schliessen. Bei einem solchen Abschluss bliebe offen, ob die Firmen tatsächlich ein Kartell gebildet hatten oder nicht.

Preise abgesprochen

Die Kommission verdächtigt die Firmen in dem im Dezember 2011 eingeleiteten Verfahren unfairer Absprachen. Neben Apple sind die Verlage Georg-von-Holtzbrinck, Simon & Schuster, Harper Collins und Hachette Livre betroffen. Sie könnten abgemacht haben, den Verkauf von E-Books an Händler «von einem Grosshandelsmodell auf Agenturverträge» umgestellt zu haben.

Das mutmassliche Ziel dabei war laut Kommission, mehr Kontrolle der Verlage über die Detailhandelspreise zu erlangen. Letztlich hätten also massgeblich die Verlage statt der Händler die Preise bestimmt, die ein Kunde im Geschäft bezahlt.

Der Anteil von E-Books am gesamten Büchermarkt ist in den meisten Ländern vernachlässigbar. In den USA dagegen beläuft er sich nach Berechnungen von UBS-Analysten auf 30 Prozent, in Grossbritannien auf 20 Prozent.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brüssel - Die EU-Kommission hat bei Apple und vier grossen Verlagen eine Lockerung der Preise für digitale Bücher durchgesetzt. Sie ... mehr lesen
Apple bekam die Zusicherung, immer den günstigsten Preis anbieten zu können. (Symbolbild)
New York - Die US-Justiz hat eine Sammelklage von Konsumenten gegen den US-Elektronikriesen Apple und sechs Verlagshäuser wegen illegaler Preisabsprachen bei E-Books zugelassen. Es lägen «umfassende» Hinweise auf Absprachen zwischen Apple und den Verlagen vor, befand Richterin Denise Cote am Dienstag in New York. mehr lesen 
E-Book-Reader Nook Simple Touch mit GlowLight.
New York/Redmond - Apple und Amazon bekommen bei den elektronischen ... mehr lesen
Brüssel - Der E-Book-Markt entwickelt für Verlage und E-Reader-Hersteller prächtig. Januar 2012 dürfte der bislang ... mehr lesen
Verlage haben sich gegen Amazons E-Reader Kindle zusammengetan.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 16
Die Anzahl der betroffenen Geräte ist enorm.
Die Anzahl der betroffenen Geräte ist enorm.
WLAN-Patente verletzt  Das renommierte California Institute of Technology (Caltech) wirft dem Technologieriesen Apple vor, WLAN-Patente verletzt zu haben. In einer Klage, in der auch der Chip-Hersteller Broadcom beschuldigt wird, soll der Streit nun vor Gericht ausgefochten werden. 
Apple verdiente weltweit am meisten  Wien - Im vergangenen Jahr haben die grössten europäischen und US-Konzerne weniger verdient. ...  
Apple verdiente im letzten Jahr 65,6 Mrd. Dollar. (Symbolbild)
Öl- und Rohstoffpreise belasten Konzernergebnisse Zürich - Der Verfall der Öl- und Rohstoffpreise hat 2015 auf beiden Seiten des Atlantiks bei den ...
Die niederländische Royal Dutch Shell ist das umsatzstärkste Unternehmen in Europa.
Apple feiert 40. Geburtstag Cupertino - Der Computer-Pionier Apple stand 1997 kurz vor der Pleite. Mitgründer Steve Jobs führte die Firma nach seiner ...
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 16
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 16°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen recht sonnig
Basel 15°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
St. Gallen 14°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 15°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Luzern 16°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen freundlich
Genf 15°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Lugano 18°C 27°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten