Arabische Liga und Europarat rufen zu Dialog auf
publiziert: Montag, 6. Feb 2006 / 17:27 Uhr

Kairo - Die Arabische Liga hat die Muslime nach den gewalttätigen Protesten gegen die Mohammed-Karikaturen in Libanon und Syrien zur Mässigung aufgerufen.

Das Generalsekretariat der Arabischen Liga äusserte in Kairo Besorgnis über die Gewaltausbrüche.
Das Generalsekretariat der Arabischen Liga äusserte in Kairo Besorgnis über die Gewaltausbrüche.
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Das Generalsekretariat der Liga äusserte in Kairo Besorgnis über die «Gewaltausbrüche, die an verschiedenen Orten in dieser Region stattgefunden haben, und die zu Feuersbrünsten in den diplomatischen Vertretungen Dänemarks und Norwegens führten.»

Von den Muslimen forderte die Liga Selbstdisziplin, «trotz der Veröffentlichung beleidigender Bilder des Propheten des Islam, Mohammed». Der Dialog müsse die Oberhand gewinnen und nicht die Gewalt, hiess es in einer Erklärung der Liga.

Die Organisation der arabischen Staaten forderte zudem, «ein Ende der Beleidigungen des Islam und der Geringschätzung der muslimischen Gläubigen». Gleichzeitig müsse Abstand genommen werden von Reaktionen (auf die Veröffentlichung der Karikaturen in europäischen Zeitungen), die es erschwerten, einen Dialog zu führen.

Dialog und gegenseitige Achtung

Auch der Europarat rief zu Dialog und gegenseitiger Achtung auf. Die politischen und religiösen Führer in der islamischen Welt trügen einen Teil der Verantwortung, um die Lage zu beruhigen, betonte der Generalsekretär der Länderorganisation, Terry Davis, in Strassburg.

An Verleger und Journalisten appellierte Davis, genau abzuwägen, was sie veröffentlichen und was nicht. Jede Freiheit, auch die Pressefreiheit, gehe einher mit Verantwortung.

Selbst wenn die Veröffentlichung der Karikaturen keine legalen Grenzen überschritten habe, so habe sie sicherlich «ethische Normen» verletzt, die auf gegenseitiger Achtung und der Rücksicht auf religiöse Überzeugungen basierten.

Dem Europarat gehören ausser der Schweiz auch 45 Staaten in Ost- und Westeuropa an - darunter Länder mit überwiegend muslimischer Bevölkerung, wie die Türkei.

(smw/sda)

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