Verbesserung des Arbeitsklimas
Arbeitnehmer akzeptieren digitales Ausspionieren
publiziert: Montag, 1. Sep 2014 / 08:12 Uhr / aktualisiert: Montag, 1. Sep 2014 / 09:57 Uhr
Mit der Freigabe ihrer Daten will man bessere Arbeitsbedingungen für sich schaffen. (Symbolbild)
Mit der Freigabe ihrer Daten will man bessere Arbeitsbedingungen für sich schaffen. (Symbolbild)

London - Mehr als ein Drittel aller Angestellten ist damit einverstanden, dass ihre Arbeitgeber ihre Status-Updates auf Facebook oder ihre Tweets überwachen.

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Im Gegenzug verlangen die Arbeitnehmer von ihrem Arbeitsplatz bessere Arbeitsbedingungen. Das zeigt eine neue PwC-Befragung von 10.000 Arbeitern und 500 Personalisten.

Einblick in die Motivation

Die Ergebnisse zeigen sogar, dass fast ein Drittel glücklich darüber sein würde, wenn ihre Chefs Zugang zu ihren persönlichen Daten, wie den Social-Media-Profilen, haben würden. Solche Informationen würden den Arbeitgebern zu verstehen geben, was ihre Angestellten zur Arbeit motiviert und damit zu einer Verbesserung des Arbeitsklimas beitragen. Auch mögliche Gründe für einen Arbeitsplatzwechsel könnten die Arbeitgeber herauslesen. Mit der Freigabe ihrer Daten wollen die Befragten also bessere Arbeitsbedingungen für sich schaffen.

Laut der Studie wird Technologie als grösster Transformationsfaktor am Arbeitsplatz in den nächsten fünf bis zehn Jahren gesehen, noch vor den Veränderungen in der demografischen Zusammensetzung der Arbeiterschaft. «So wie Werbende und Einzelhändler die Daten der Online- und Social-Media-Aktivitäten der Konsumenten analysieren, könnten bald auch Organisationen solche Daten verwenden, um die Performance der Arbeitnehmer zu antizipieren», unterstreicht PwC-Human-Ressource-Spezialist David Wignall.

Angst vor Verlust des Jobs

Datenprofile könnten künftig auch zum Echtzeitmonitoring über den Gesundheitszustand von Arbeitnehmern erweitert werden und somit eine proaktive Gesundheitsberatung für die Angestellten ermöglichen, um die Krankenstandstage zu verringern. Diese Entwicklung wird von Arbeitnehmern aber nicht nur positiv gesehen. Während 64 Prozent in der neuen Technologie eine Möglichkeit sehen, ihre Karriereoptionen zu verbessern, haben zwölf Prozent Angst davor, durch eine fortschreitende Automatisierung ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

(flok/pte)

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