Arbeitsbedingungen in China werden kontrolliert
publiziert: Montag, 11. Jun 2007 / 16:47 Uhr

Peking - Das Organisationskomitee der Olympischen Spiele in Peking will die Fabriken kontrollieren, die unter Lizenz Fanartikel herstellen. Hintergrund sind Vorwürfe von Gewerkschaften wegen Hungerlöhnen und Kinderarbeit.

Nächstes Jahr finden in Peking die Olympischen Spiele statt.
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Das Komitee lege «grossen Wert» auf die Arbeitsbedingungen in den Werkstätten, sagte dessen Sprecher Sun Weide in Peking. Daher sei eine Untersuchung gestartet worden.

Die Internationale Gewerkschaftsvereinigung (ITUC) in Brüssel hatte zuvor die Arbeitsbedingungen in vier chinesischen Lizenzfabriken angeprangert. Ihr Bericht war am Sonntag publiziert worden.

Die ITUC hatte im Winter Ermittler ausgeschickt, um die Arbeitsbedingungen zu überprüfen. Sie entdeckten demnach «schlimme Verletzungen» der grundlegenden Rechte.

Fanartikel bringen rund 70 Mio. Dollar ein

Arbeiter erhielten demnach nur die Hälfte des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohns, Kinder von zwölf Jahren wurden beschäftigt, Überstunden waren an der Tagesordnung. Zudem wurden Arbeiter angehalten, die Inspektoren über die Arbeitsbedingungen zu belügen.

Die ITUC-Ermittler zitieren in ihrem Bericht ein 13-jähriges Mädchen, das zwei bis drei Mal im Monat von morgens bis zwei Uhr nachts arbeiten musste, oder einen Arbeiter, der trotz Hantierens mit gefährlichen Stoffen keine Handschuhe trug und sich Verletzungen zuzog.

Die Lizenzen für offizielle Fanartikel wie Mützen, Taschen oder Plüschtiere, sollen im kommenden Jahr rund 70 Mio. Dollar einbringen, wie in der Kampagne Playfair 2008 zusammengeschlossene Gewerkschaften und Hilfsorganisationen schätzen.

(smw/sda)

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