Arbeitslager für US-Journalistinnen
publiziert: Montag, 8. Jun 2009 / 09:06 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Jun 2009 / 17:42 Uhr

Seoul - Die Spannungen zwischen Pjöngjang und Washington haben sich durch die Verurteilung von zwei US-Journalistinnen in Nordkorea verschärft. Das oberste nordkoreanische Gericht verurteilte die Reporterinnenzu je zwölf Jahren Arbeitslager.

Euna Lee und Laura Ling arbeiteten an einer Reportage über Nordkoreaner, die über den Tumen nach China flüchten.
Euna Lee und Laura Ling arbeiteten an einer Reportage über Nordkoreaner, die über den Tumen nach China flüchten.
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Gegen die Frauen seien wegen illegalen Grenzübertritts und anderer Vergehen je zwölf Jahre «Umerziehung durch Arbeit» verfügt worden, berichtete die staatliche Agentur KCNA. Der Prozess habe «die schweren Verbrechen» bestätigt, die die beiden Frauen gegen Nordkorea begangen hätten.

Euna Lee und Laura Ling waren Mitte März am Tumen-Fluss festgenommen worden, der die Grenze zum benachbarten China bildet. Im Auftrag eines kalifornischen Fernsehsenders arbeiteten sie an einer Reportage über Nordkoreaner, die über den Tumen nach China flüchten.

Das US-Aussenministerium forderte ihre Freilassung. US-Präsident Barack Obama äusserte sich «tief besorgt» über die Verurteilung. US-Aussenministerin Hillary Clinton hatte am Sonntag gesagt, die Anschuldigungen gegen Lee und Ling seien haltlos, sie müssten freigelassen werden.

In einem Interview mit dem Fernsehsender ABC sagte sie ausserdem, die Regierung prüfe einen Vorschlag mehrerer Senatoren, Nordkorea wieder auf die US-Liste der terrorunterstützender Staaten zu setzen.

Die USA hatten unter dem früheren US-Präsidenten George W. Bush Nordkorea im Oktober 2008 von dieser Liste gestrichen. Als Gegenleistung hatte Pjöngjang einer Reihe von Kontrollmassnahmen zur Überwachung seines Atomprogramms zugestimmt.

(smw/sda)

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