Arbeitslosenquote sinkt auf tiefsten Stand seit 2002
publiziert: Montag, 7. Jul 2008 / 08:29 Uhr / aktualisiert: Montag, 7. Jul 2008 / 11:27 Uhr

Bern - Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist im Juni ein weiteres Mal gesunken. Der Grund dafür sind saisonale Effekte. Ohne sie stagnierte der Arbeitsmarkt. Angesichts des sich abschwächenden Wirtschaftswachstums wird sie kaum mehr weiter sinken.

Nicht viel los auf Schweizer Arbeitsämtern.
Nicht viel los auf Schweizer Arbeitsämtern.
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Ende Juni waren bei den Arbeitsämtern 91 477 Menschen ohne Job gemeldet. Das sind 3689 oder 3,9 Prozent weniger als im Mai, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Montag mitteilte.

Die Arbeitslosenquote sank gegenüber Mai von 2,4 auf 2,3 Prozent. So tief war sie letztmals vor sechs Jahren. Bereinigt um saisonale Effekte verharrte die Quote indes bei 2,5 Prozent.

Tiefster Stand seit sechs Jahren

Damit wird sie nach Einschätzung von Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), den tiefsten Stand des Jahres erreicht haben. Möglicherweise sei es auch der Tiefststand des Aufschwungs, sagte Gaillard am Montag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. In der zweiten Jahreshälfte ist nun mit steigenden Arbeitslosenzahlen zu rechnen.

Gründe für den Rückgang im Juni sind Saisonfaktoren. Auf dem Bau oder auch im Gastgewerbe wird im Sommer viel gearbeitet, entsprechend ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit in diesen Branchen und in Tourismuskantonen wie Graubünden und Wallis besonders ausgeprägt.

Stagnation

Werden diese saisonalen Effekte aus den Zahlen herausgerechnet, so stieg im Juni die Zahl der Arbeitslosen leicht um 185 auf 99'768. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 2,5 Prozent.

Damit zeichnet sich eine Wende ab. Bislang bewirkte der Wirtschaftsaufschwung sinkende Arbeitslosenzahlen. Doch nun ist der Motor der Schweizer Wirtschaft im ersten Quartal etwas ins Stottern geraten und die Konjunkturabschwächung wird - mit der üblichen Verzögerung - auf dem Arbeitsmarkt spürbar.

In Teilen der Industrie, namentlich der Exportbranche, und in der Finanzbranche sei die Arbeitslosigkeit kaum mehr zurückgegangen, sagte Gaillard weiter.

Weniger Jugendliche arbeitslos

Weiter rückläufig war im Juni die Jugendarbeitslosigkeit. Sie ging um 5,5 Prozent auf 13'170 Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren zurück. Die Quote in dieser Altersgruppe liegt bei 2,4 Prozent und damit nahe dem Gesamtdurchschnitt.

Insgesamt wurden 144'456 Stellensuchende registriert, 3981 weniger als im Vormonat. Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten offenen Stellen verringerte sich um 233 auf 15'181 Stellen.

(fest/sda)

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