Arbeitslosigkeit im November leicht gestiegen
publiziert: Donnerstag, 7. Dez 2006 / 09:03 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 7. Dez 2006 / 11:23 Uhr

Bern - In der Schweiz gab es im November aus saisonalen Gründen wieder etwas mehr Arbeitslose. Betroffen sind vorab Ausländer. Die Arbeitslosenquote blieb aber den sechsten Monat in Folge auf 3,1 Prozent.

11 062 offene Stellen standen den Arbeitssuchenden zur Verfügung, etwas weniger als im Vormonat.
11 062 offene Stellen standen den Arbeitssuchenden zur Verfügung, etwas weniger als im Vormonat.
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Ende November waren 124 133 Menschen als arbeitslos registriert. Das sind 1368 mehr als im Vormonat, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mitteilte.

Die Zahl der Stellensuchenden nahm ebenfalls leicht zu, und zwar um 2492 auf 188 641. Ihnen standen bloss 11 062 offene Stellen zur Verfügung, 141 weniger als im Oktober.

Die Entwicklung sei besser, als erwartet werden durfte, sagte der scheidende SECO-Direktor für Arbeit, Jean-Luc Nordmann, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Es sei die geringste Zunahme der Arbeitslosenzahl in einem November seit 1989. In Prozenten sei der Anstieg sogar der kleinste in einem November seit Beginn der Statistik im Jahr 1983.

Konjunkturelle Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt

Als weiteren positiven Punkt hob Nordmann hervor, dass die Arbeitslosigkeit saisonbereinigt zum 15. Mal in Folge gesunken sei. Wenn also Effekte wie die witterungsbedingt geringere Bautätigkeit oder die Zwischensaison im Tourismus ausgeklammert werden, sank die Zahl der Arbeitslosen um 2733. Damit habe sich die konjunkturelle Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt verstärkt fortgesetzt.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit fällt Nordmanns Analyse geteilt aus. Die Arbeitslosenquote unter den 15- bis 24-Jährigen sei zwar immer noch zu hoch und liege mit 4,1 Prozent um ein Drittel über dem Durchschnitt. Im November waren aber wiederum fast tausend Jugendliche weniger arbeitslos als im Vormonat.

Arbeitslosigkeit bei Ausländern

Die Gewerkschaft Travail.Suisse legt denn auch den Finger nicht mehr auf die Jugendarbeitslosigkeit, sondern auf die hohe Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent bei Ausländerinnen und Ausländern.

Bei den Schweizern beträgt die Rate mit 2,3 Prozent weniger als die Hälfte. Während die Zahl der arbeitslosen Ausländer im November um 1834 zunahm, sank sie bei den Schweizern um 466.

Diese Unterschiede könnten nicht allein durch den ausgeübten Beruf, das Bildungsniveau oder die Branche erklärt werden. Allein die Tatsache ausländischer Herkunft zu sein, erhöhe das Risiko, arbeitslos zu werden und erschwere es, wieder eine Anstellung zu finden, kritisiert Travail.Suisse.

Im Jahresdurchschnitt werde die Zahl der Arbeitlosen von heuer 131 000 auf rund 110 000 im nächsten Jahr sinken, die Arbeitslosenquote verringere sich damit von 3,3 Prozent in diesem auf 2,8 Prozent im nächsten Jahr.

(fest/sda)

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