Arbeitspartei kündigt Koalition mit Likud
publiziert: Donnerstag, 10. Nov 2005 / 17:52 Uhr

Jerusalem - Der neue Chef der israelischen Arbeitspartei, Amir Perez, hat den Austritt aus der Koalition mit der Likud-Partei angekündigt.

Amir Perez habe von Ariel Scharon für Anfang kommender Woche ein Treffen gefordert.
Amir Perez habe von Ariel Scharon für Anfang kommender Woche ein Treffen gefordert.
4 Meldungen im Zusammenhang
Er habe bereits mit Ministerpräsident Ariel Scharon telefoniert und für Anfang kommender Woche ein Treffen gefordert, bei dem über das Datum der Neuwahlen entschieden werden könne, sagte Perez.

«Wir werden uns von der Regierung absetzen, damit die Arbeitspartei zu einer Alternative wird», sagte der 53-jährige Perez, auf den in der Urabstimmung am Mittwoch 42,35 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder entfielen.

Für den 82-jährigen Friedensnobelpreisträger Peres, der durch die Koalition mit Scharon den israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen gewährleistete, sprachen sich lediglich 39,96 Prozent der Parteimitglieder aus.

Spitzenkandidat bei Parlamentswahl

Mit seinem Sieg bei der parteiinternen Wahl sicherte sich Perez auch den Anspruch für die Spitzenkandidatur seiner Partei bei der Parlamentswahl, die nun zwischen Januar und Juli 2006 anberaumt werden könnte. Wenn die Arbeitspartei dem Haushaltsentwurf für 2006 nicht bis spätestens März zustimmt, sind automatisch Neuwahlen fällig.

Perez wurde der israelischen Öffentlichkeit vor allem als Vorsitzender des Gewerkschafts-Dachverbandes Histadrut bekannt, der gegen die Wirtschaftspolitik Scharons mehrfach Generalstreiks ausrief.

Bei den Friedensverhandlungen gilt Perez als «Taube». In der Organisation Peace Now setzte er sich gegen die jüdische Besiedlung des Westjordanlands ein. Nach seiner Wahl zum Parteivorsitzenden bekräftigte Perez, er wolle alles tun, um eine endgültige Friedensregelung mit den Palästinensern zu finden.

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Jerusalem - Der israelische Regierungschef Ariel Scharon und der Chef der ... mehr lesen
Ariel Scharon möchte am liebsten den 28.Mai als Wahltag.
Tel Aviv - Der bisherige Chef der israelischen Arbeitspartei, Schimon Peres, hat seinen Posten verloren. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung Frieden.
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung ...
Positive Elemente für Friedensinitiative  Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zu neuen Verhandlungen über einen Friedensplan arabischer Staaten bereit erklärt. Netanjahu sagte am Montagabend in Jerusalem, die Friedensinitiative von 2002 enthalte positive Elemente. mehr lesen 
Israel  Jerusalem - Der rechts-nationalistische Politiker Avigdor Lieberman ist im Parlament als Israels neuer Verteidigungsminister vereidigt worden. 55 von 120 Abgeordneten ... mehr lesen
Avigdor Lieberman.
Andreas Kyriacou Die Klage des türkischen Möchtegern-Alleinherrschers Recep Erdogan gegen den Deutschen Satiriker Jan Böhmermann führte zur Einsicht, dass es für moderne Staaten an der Zeit ist, ihre Strafgesetzbücher zu entschlacken... mehr lesen   2
Avigdor Lieberman ist ehemaliger Aussenminister.
Lieberman wird Verteidigungsminister  Tel Aviv - Die ultrarechte Partei Israel Beitenu (Unser Haus Israel) hat sich der rechts-religiösen Regierung ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 4°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel 10°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
St. Gallen 5°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Bern 6°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Luzern 5°C 12°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf 5°C 11°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Lugano 3°C 12°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten