Arche de Zoé: Kaum Waisen unter «geretteten» Kindern
publiziert: Donnerstag, 1. Nov 2007 / 15:29 Uhr / aktualisiert: Freitag, 21. Dez 2007 / 14:50 Uhr

Abéché - Unter den 103 Kindern, die eine französische Hilfsorganisation aus dem Tschad nach Frankreich bringen wollte, sind nach Angaben der UNO und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz IKRK nur wenige Waisen.

Die meisten der Kinder haben von mindestem einem Elternteil berichtet.
Die meisten der Kinder haben von mindestem einem Elternteil berichtet.
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Das IKRK, das UNO-Flüchtlingskommissariat UNHCR und das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF teilten am Donnerstag mit, Gespräche mit den Kindern hätten ergeben, dass die meisten von ihnen aus dem Grenzgebiet zwischen dem Tschad und dem Sudan kommen und dass 91 von 103 sich auf mindestens einen Elternteil oder einen ähnlich engen Familienangehörigen berufen hätten.

Die gemeinsame Erklärung wurde in der Stadt Abéché im Osten des Tschad veröffentlicht.

18 Festnahmen

Die Mitglieder der französischen Gruppe Arche de Zoé waren in der vergangenen Woche bei ihrem Versuch festgenommen worden, 103 Kinder im Alter von ein bis zehn Jahren ausser Landes zu bringen. Die Mitarbeiter versichern, sie wollten Waisenkinder aus der sudanesischen Region Darfur retten.

Die Regierung in N'Djamena erklärt hingegen, die Kinder stammten aus dem Tschad und seien zudem keine Waisen.

Der Tschad erhob am Dienstag Anklage wegen Entführung und Betrugs gegen neun Franzosen, sieben Spanier und zwei Tschader. Den Mitarbeitern der Hilfsorganisationen droht nun im Falle ihrer Verurteilung möglicherweise Zwangsarbeit.

Mehrere nichtstaatliche Organisationen (NGO) in der Schweiz kritisierten unterdessen das Vorgehen von Arche de Zoé. Dieses würde die Glaubwürdigkeit der anderen Organisationen untergraben, hiess es.

(bert/sda)

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