Arche de Zoé wollte diplomatischen Eklat
publiziert: Mittwoch, 30. Apr 2008 / 14:47 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 30. Apr 2008 / 15:18 Uhr

Paris - Die französische Hilfsorganisation Arche de Zoé hat nach eigenen Angaben mit ihrem vereitelten Transfer angeblicher sudanesischer Waisenkinder nach Frankreich einen diplomatischen Eklat provozieren wollen.

Arche-Chef Eric Breteau behauptet weiter, bei den Kindern handle es sich um Darfur-Waisen.
Arche-Chef Eric Breteau behauptet weiter, bei den Kindern handle es sich um Darfur-Waisen.
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«Das Ziel war eine internationale Krise», um «Frankreich zum Eingreifen in der Darfurkrise zu zwingen», sagte Arche-Chef Eric Breteau der Zeitung «Le Parisien».

Im Pariser Aussenministerium habe der Berater Laurent Contini gemeint, die Aktion könne Aussenminister Bernard Kouchner im Einsatz für Kriegsflüchtlinge aus der Krisenregion Darfur nützlich sein.

Falsche Aussagen?

«Wir wollten einen Teil des Problems nach Frankreich importieren.» Er habe dafür «diskrete Unterstützung» aus dem Aussenministerium erhalten, sagte Breteau der «Libération».

Er sei ermutigt worden, Informationen zu der Aktion der damaligen Präsidentengattin Cécilia Sarkozy zu übermitteln. Am Ende habe Frankreich dem tschadischen Präsidenten Idriss Déby in die Hände gespielt und mehrere Regierungsmitglieder hätten gelogen. Er habe deswegen unter anderem die Staatssekretärin für Menschenrechte Rama Yade verklagt.

Kinder-Schmuggel vereitelt

Breteau und seine Mitstreiter hatten Ende 2007 versucht, 103 angebliche Waisenkinder aus Darfur nach Frankreich zu schmuggeln. Sie wurden dafür im Tschad wegen Kindesentführung zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt, nach mehrmonatiger Haft in Frankreich aber begnadigt.

Nach Angaben des Tschads und von UNICEF stammen die meisten Kinder aus dem Tschad und haben Familien. Breteau nennt die Angaben manipuliert und behauptet weiter, es seien Darfur-Waisen.

(bert/sda)

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