Argentinien: Anschläge auf US-Firmen
publiziert: Freitag, 7. Okt 2005 / 12:16 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Okt 2005 / 12:57 Uhr

Buenos Aires - In Argentinien sind vier US-Unternehmen Ziel von Bombenanschlägen geworden - offenbar aus Protest gegen den für Anfang November geplanten Besuch von US-Präsident George W. Bush.

Die Hauptstrasse «Avenida de 9 de Julio» in Buenos Aires.
Die Hauptstrasse «Avenida de 9 de Julio» in Buenos Aires.
Die selbst gebastelten Sprengsätze seien am Donnerstag vor zwei Filialen der Citibank, einer der BankBoston und einer Blockbuster-Videothek explodiert, teilte die Polizei mit. Bei den Anschlägen in Vororten der Hauptstadt Buenos Aires sei niemand verletzt worden.

Der Sachschaden an der Videothek sei jedoch erheblich. In den Trümmern seien Plakate mit der Aufschrift: «Kein Bush in Argentinien!» gefunden worden, die von bislang unbekannten Gruppen unterzeichnet seien. Der US-Präsident wird am 4. und 5. November in der Küstenstadt Mar del Plata zu einem Treffen amerikanischer Staatschefs erwartet.

Warnung vor weiteren Anschlägen

Die Behörden warnten vor weiteren Anschlägen vor dem Gipfel. Innenminister Anibal Fernandez kündigte ein hartes Vorgehen gegen Gegner des Treffens an. «Wir werden einen Weg finden, das zu beenden», sagte er.

Einer Umfrage vom vergangenen Monat zufolge sind sechs von zehn Argentiniern gegen Bush.

(ht/sda)

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