Argentiniens Justiz lässt ehemalige Junta-Mitglieder frei
publiziert: Dienstag, 2. Sep 2003 / 07:20 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 2. Sep 2003 / 08:12 Uhr

Buenos Aires - Die argentinische Justiz hat am Montag inhaftierte Mitglieder der früheren Militärjunta freigelassen. Die spanische Regierung hatte ein Gesuch des spanischen Ermittlungsrichters abgelehnt, 40 ehemalige Junta-Mitglieder nach Spanien auszuliefern.

Rodolfo Canicoba Corral, argentinischer Richter, liess nach gescheiterter Auslieferung nach Spanien die bereits verhafteten Junta-Mitglieder wieder frei.
Rodolfo Canicoba Corral, argentinischer Richter, liess nach gescheiterter Auslieferung nach Spanien die bereits verhafteten Junta-Mitglieder wieder frei.
Zur Begründung gab der Richter Rodolfo Canicoba Corral an, die Inhaftierung der ehemaligen Militärs sei hinfällig geworden, nachdem sie nun doch nicht wie vorgesehen an Spanien ausgeliefert würden - und auch nicht dort juristisch verfolgt würden.

Nach der angekündigten Aufhebung seiner Amnestiegesetze könne Argentinien den Verdächtigen selber den Prozess machen, hatte die spanische Regierung diese Entscheidung begründet.

Richter Corral hatte die 40 Exmitglieder der Junta im Juli auf Antrag des spanischen Ermittlungsrichters Balthasar Garzóns festnehmen lassen. Ende August hatte das Parlament in Buenos Aires dann die Aufhebung der Amnestiegesetze beschlossen, wodurch ein Verfahren gegen die Exmilitärs in Argentinien in greifbare Nähe rückte.

Garzón hatte bereits 1999 ein Auslieferungsgesuch für ehemalige Junta-Mitglieder gestellt, denen er Folter und Völkermord während der Diktatur zwischen 1976 und 1983 vorwirft.

(fest/sda)

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