Armee: Ex-Swisscom-Chef Alder solls richten
publiziert: Montag, 26. Okt 2009 / 11:38 Uhr / aktualisiert: Montag, 26. Okt 2009 / 16:40 Uhr

Bern - Jens Alder soll die Computer der Schweizer Armee zum Laufen bringen. Verteidigungsminister Ueli Maurer hat den ehemaligen Swisscom-Chef zum Leiter des Steuerungsausschusses Task Force Informatik VBS ernannt. Diese soll ihre Arbeit am 1. November aufnehmen.

Entwirrung des Dschungels: Jens Alder.
Entwirrung des Dschungels: Jens Alder.
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Geleitet werden soll die Task Force von William Angst. Der 57-jährige Major und Chemiker habe internationale Führungserfahrung in verschiedenen Branchen, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Montag mitteilte.

Die Task Force soll Organisation und Führung der Informatik unter die Lupe nehmen und Verbesserungen vorschlagen. Zudem soll sie auch klären, welche Systeme überhaupt weiter betrieben werden sollen. Maurer hatte gegenüber der Sonntagspresse angekündigt, dass der Dschungel von Programmen und Anwendungen ausgedünnt werden müsse.

Der Verteidigungsminister gab dabei zu, dass man schlicht zu viel gekauft habe. Als Beispiel nannte er das Führungssystem FIS des Heeres, das für rund 700 Millionen Franken gekauft worden ist, aber erst 2015 einsatzfähig ist.

Unter der Leitung von Alder und Angst soll die Informatik der Armee innerhalb von drei bis fünf Jahren wieder in Schwung gebracht werden, hofft Maurer.

Befristetes Mandat

Das Mandat von Alder beginnt am 1. Januar 2010 und ist, mit einer Option auf Verlängerung, vorderhand auf 12 Monate befristet, wie VBS-Sprecher Martin Bühler auf Anfrage sagte.

Alder arbeitete bei mehreren Telekommunikationsunternehmen, darunter die französische Alcatel. 1999 ernannte ihn die Swisscom zum CEO; von diesem Amt trat der Sohn eines Schweizers und einer Dänin 2006 zurück. Bis 2008 übernahm er die operative Führung des dänischen Telekomkonzerns TDC.

Angst ist vorerst unbefristet angestellt. Mit ihm habe das VBS einen «erfahrenen Troubleshooter» engagiert, ergänzte Departementssprecher Bühler.

Angst war während 17 Jahren als Generaldirektor der Cellpack AG in Wohlen AG tätig und führte kurzzeitig die Generaldirektion der Villiger Söhne AG in Pfeffikon LU. Danach arbeitete er als CEO für die Gruppe Baumgartner Papiers und war auf Mandatsbasis für die Swisscom tätig.

(ht/sda)

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Ja ja, die alten Seilschaften
Ach Magnus, das geht noch besser!

Habe selber einen Bekannten der spielt nur noch Golf bei seinem Ferienhaus in Thailand. Natürlich nur wenn nicht in seinem Goldküstenhaus mit dem Rolls-Royce Corniche Cabrio in der Garage. Bei einigen Firmenkäufen dieser grossen Schweizer Firma lief es immer über ihn. Sie wissen schon. Gleiche Schulen, Militär, Nachbarn, etc. Da wurden immer Millionenprovisionen aufgeteilt und Businesspläne von zwei Seiten Umfang akzeptiert.

If you can't beat them, join them!
so ungefähr 15 Jahre
wird das VBS von Vertretern der SVP geführt. Dem S. Schmid hat man Unfähigkeit und Intransparens vorgeworfen. Was macht der neue Chef?
Er will die beste Armee der Welt schaffen! Wenn man schon nicht fragt, was das eigentlich sein soll, dann sollte doch wenigstens einer mal fragen, was das kosten soll.
Und zur Transparens: Weshalb veröffentlicht der neue Chaf nicht die Kosten der Mietwohnungen unserer Attachés in London usw? Das wäre doch doppelt nötig, wo er sich doch vor Amtsantritt für völlige Offenheit stark gemacht hatte.
Das Volk hat ein Recht auf auf vollständige Information, es zahlt ja auch alles über die Steuern. So äusserte er sich bevor er Chef des Departements wurde!

Auszug aus der NZZ: "Verteidigungsattachés im Ausland (vgl. Kasten) einsetzt. So lässt sich das VBS allein die Dienstwohnung für seinen Verteidigungsattaché in London pro Jahr 210 000 Franken kosten. Dies bestätigen mehrere zuverlässige Quellen. Das ergibt eine Monatsmiete von 17 500 Franken. In Paris bewohnt der Militärattaché eine Residenz, die monatlich immerhin rund 12 500 Franken kostet, die Jahresmiete beläuft sich auf 152 000 Franken. Jüngst wollte das VBS in Paris eine neue Dienstwohnung kaufen – Kostenpunkt: 4,2 Millionen Franken; die nationalrätliche Kommission für öffentliche Bauten stoppte den Kauf Anfang Jahr in letzter Minute." Zitat Ende.
Solche Summen sind doch verrückt in einer Zeit, wo alle sparen müssen. Und ausserdem, die Oesterreicher haben so um die 20 Kampfjets für ihren gesamten Luftraum, wozu benötigen wir dreimal so viel? Diese mo(r)dernen Dinger sind so wie so schon über unsere Landesgrenzen hinweg, wenn sie auf Höchstgeschwin-digkeit sind und können gar nicht so wichtig sein, wie man immer zu hören bekommt.
Nein, der Maurer macht's nicht besser als die anderen vor ihm!
Und den vollständigen Durchblick wird das Volk nie bekommen, von ihm nicht und auch von keinem anderen, weil nicht erwünscht. Aber dann soll er auch den Mund halten und keine Sprüche klopfen.
Chemiker und Major!
Das sind die besten Voraussetzungen um eine Formel zu finden, die die verschiedenen Programme zum laufen bringt, und sie untereinander womöglich kompatibel macht.

Wer in der Armee 'führen' gelernt hat, hat primär das 'kommandieren' gelernt, bei welchem niemand wiedersprechen darf. Auch wenn noch so ein Mist befohlen wird! Deshalb geschehen all die Leerläufe.
Antwort
Nur Beziehungen, Filz und Schmiergeld.
F r a g e n
Ist da nicht Sachkompetenz gefragt? Oder sind es einfach nur Beziehungen und Filz die da mitspielen dürfen? Wer von denen hat den Durchblick in Sachen komplexer Informatik?
.
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