Armee räumt von jüdischen Siedlern besetzte Häuser
publiziert: Dienstag, 7. Aug 2007 / 23:19 Uhr

Hebron - Israelische Sicherheitskräfte haben den alten Marktplatz von Hebron im Westjordanland von illegalen jüdischen Siedlern geräumt. 200 Polizisten setzten damit eine Verfügung des israelischen Obersten Gerichtshofs durch.

Die Häuser, in denen sich die Siedler und Aktivisten verschanzt hatten, gehören Palästinensern.
Die Häuser, in denen sich die Siedler und Aktivisten verschanzt hatten, gehören Palästinensern.
2 Meldungen im Zusammenhang
Die zwei von der Räumung betroffenen Siedlerfamilien und mehr als 200 ultra-nationalistische Aktivisten hatten sich in mehreren Gebäuden verschanzt. Sie bewarfen die anrückenden Polizisten mit Steinen und Gemüse, wie israelische Medien brichteten.

Bei der Räumung in Hebron wurden nach Angaben eines Polizeisprechers 14 Polizisten und 13 Siedler verletzt. Fünf Aktivisten wurden festgenommen. Fast 3000 Soldaten hatten den Einsatzort gesichert.

In der Nacht zuvor hatte ein Militärgericht zwölf Soldaten zu vierwöchigem Arrest verurteilt, weil sie die Befehle für die Teilnahme am Räumungseinsatz aus religiösen Gründen verweigert hatten.

Die Häuser, in denen sich die Siedler und Aktivisten verschanzt hatten, gehören Palästinensern. Die Siedler berufen sich wiederum darauf, dass der alte Marktplatz vor der Staatsgründung Israels 1948 jüdisch gewesen sei.

Fast vollständige Rückgabe geplant

Bei der Aktion am Dienstag handelte es sich um das massivste Vorgehen israelischer Sicherheitskräfte gegen Siedler, seitdem Israel vor zwei Jahren die jüdischen Siedlungen im Gazastreifen aufgegeben hatte.

Für das Westjordanland soll Israels Staatspräsident Schimon Peres nach einem Zeitungsbericht die fast vollständige Rückgabe an die Palästinenser vorgeschlagen haben.

Gemäss der Tageszeitung «Haaretz» geht Peres davon aus, dass Israel an etwa fünf Prozent des Territoriums des Westjordanlandes festhalten will, auf denen sich grosse jüdische Siedlungsblöcke befinden.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Jerusalem - Israels Oberstes Gericht hat am Mittwoch angeordnet, dass die grösste illegale Siedlung im Westjordanland bis kommenden Dienstag geräumt wird. Das Gericht ... mehr lesen
Aus Sicht der UNO ist jedoch auch diese Siedlung ebenso wie alle anderen jüdischen Siedlungen im Westjordanland illegal. (Symbolbild)
Alle jüdischen Siedlungen im Westjordanland werden als illegal betrachtet.
Ramallah - In einem Brief an den US-Generalkonsul in Jerusalem haben ... mehr lesen
In den Siedlungsgebieten sollen laut Peace ...
Vorwürfe von Peace Now  Jerusalem - Der israelische Siedlungsbau im Westjordanland laut einem Bericht im vergangenen Jahr um 40 Prozent gestiegen. In dem besetzten Palästinensergebiet sei 2014 mit dem Bau von 3100 Wohneinheiten begonnen worden, schrieb die israelische Organisation Peace Now am Montag. 2
Israel  Jerusalem - 117'000 Franken für Lebensmittel und Empfänge, 17'000 Franken für Fast Food - das ...  
Benjamin Netanjahu.
Likud-Partei stärkt Netanjahu den Rücken Tel Aviv - Vor den Parlamentswahlen in Israel hat die regierende Likud-Partei Ministerpräsident Benjamin ...
Benjamin Netanjahu geniesst das Vertrauen der Likud-Partei.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1200
    Na, was habe ich gesagt! Sogar ein Zitat aus Deutschland, wo viele ja weniger Freiheit als ... gestern 19:33
  • Kassandra aus Frauenfeld 1200
    Asche über mein Haupt! Ich bin einer Plagiatorin aufgesessen! Dank Jorian weiss ich das jetzt ... gestern 19:03
  • jorian aus Dulliken 1568
    Lieber zombie! Klar kennt man die Gründe für die Asylantenschwemme! Gier: Viele ... gestern 14:21
  • jorian aus Dulliken 1568
    TTIP (Titel zu kurz) War schon in einer Zeitschrift nachzulesen. Ist jetzt bald ein Jahr ... gestern 14:16
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2821
    In... dieser Region git es keine funktionierenden lokalen Behörden. ... gestern 10:45
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2821
    Wie... allgemein bekannt ist, gibt es gegenwärtig weltweit etwa 50 Millionen ... gestern 10:07
  • PMPMPM aus Wilen SZ 182
    Hallo Deutschland...! Wäre es nicht sehr viel wirkungsvoller, ein solcher Beitrag würde in ... gestern 08:35
  • thomy aus Bern 4211
    TTIP ist zu bekämpfen - überall ... ... wo dies auftaucht - Damit ist wohl alles gesagt!! Warum? Weil mit ... Do, 26.02.15 22:44
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich -1°C 0°C bedeckt, Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 1°C 2°C bedeckt, Schneefall leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 2°C 2°C bedeckt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 2°C 4°C bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 2°C 4°C bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 2°C 6°C bedeckt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 5°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten