Armee soll mit Karte Risiko besser beurteilen können
publiziert: Mittwoch, 7. Jan 2009 / 14:53 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 7. Jan 2009 / 15:43 Uhr

Bern - Eine Karte im Taschenformat soll Vorgesetzten in der Schweizer Armee dabei helfen, das Risiko einer Truppenübung zu beurteilen. Die Karte wird seit Ende November an alle Vorgesetzten ab Stufe Hauptmann abgegeben.

Trotz Karte: Die Vorgesetzten müssen sich weiterhin selber über das mögliche Schadenausmass einer Übung informieren.
Trotz Karte: Die Vorgesetzten müssen sich weiterhin selber über das mögliche Schadenausmass einer Übung informieren.
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Das offizielle Dokument sei eine indirekte Folge des Kanderunglücks vom Juni 2008, bei dem fünf Armeeangehörige ums Leben kamen, bestätigte Armeesprecher Christoph Brunner einen Bericht der «Berner Zeitung». Der damalige Armeechef Roland Nef hatte nach dem Unfall ein besseres Risikomanagement verordnet.

Schon vor dem Unglück seien Armeekader dazu angehalten worden, Risiken sorgfältig abzuklären, so Brunner. Dafür seien sie auch geschult worden. Die neue Karte sei als «zusätzliche Gedankenstütze» gedacht, die die Vorgesetzten sensibilisieren soll.

Im Rahmen der Wiederholungskurse geben die Kader das Hilfsmittel auch an ihre Unterstellten bis hinunter zu den Gruppenführern weiter, wie Brunner ergänzte.

Konkrete Kriterien für die Einschätzung des Risikos liefert die Karte keine. Die Vorgesetzten müssen sich weiterhin selber über das mögliche Schadenausmass einer Übung informieren. Mit Hilfe eines Diagramms können sie danach aufgrund des möglichen Schadenausmasses und der Eintretenswahrscheinlichkeit das Risiko beurteilen.

Dabei gelten die Grundsätze, keine unnötigen Risiken einzugehen und nur Übungen im Zusammenhang mit dem Kernauftrag der Truppe durchzuführen. Letzteres hatte Nef ebenfalls nach dem Kanderunglück verfügt. Ausserdem müssen Übungen in jedem Fall mit dem Vorgesetzten besprochen werden, wie Brunner sagte.

(fest/sda)

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