Blattmann über persönliche Vorsorge
Armeechef bunkert Notvorrat zu Hause
publiziert: Sonntag, 13. Apr 2014 / 09:41 Uhr / aktualisiert: Montag, 14. Apr 2014 / 07:30 Uhr
Die Risiken haben André Blattmann sensibilisiert.
Die Risiken haben André Blattmann sensibilisiert.

Bern - Die Sicherheitslage für die Schweiz ist nach Ansicht des Armeechefs André Blattmann in den vergangenen Jahren schwieriger geworden. Er selbst bunkert als Reaktion darauf in einem Notvorrat zu Hause Mineralwasser, Konservenbüchsen und Cheminéeholz.

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Der Armeechef machte seine persönliche Notvorsorge am Sonntag in einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag» publik. «Die neuen Risiken und Bedrohungen haben mich etwa vor zwei, drei Jahren sensibler gemacht», sagte er.

Das Wichtigste sei Mineralwasser, «ohne Kohlensäure». Er habe etwa 30 oder 40 Sechserpackungen davon - und zusätzlich eine Wasserzisterne. Eine Person benötige mindestens acht Liter Wasser pro Tag zum Trinken, Kochen und Waschen. «Stellen Sie sich einmal den Bedarf für eine Familie über ein paar Tage hinweg vor.»

Empfehlung für die Bevölkerung

Blattmann denkt auch laut darüber nach, ob sein Verhalten eine Empfehlung für die Bevölkerung sein müsste: «Vielleicht müsste man den Leuten sagen: Es ist gut, wenn ihr ein paar Vorräte für den Notfall zu Hause habt.» Das helfe, ein paar Tage zu überbrücken, bis der Normalzustand wieder hergestellt sei.

Im Interview ging es hauptsächlich um sicherheitspolitische Themen und um die bevorstehende Abstimmung über den Kauf des Kampfjets Gripen. Auf das Titelblatt des Sonntagsblatts brachte es aber Blattmanns Bekenntnis zur Notvorsorge.

(bg/sda)

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Ich habe Ihnen eine
"Die Folge des Einsatzes der Schweizer Armee im Inneren unseres Landes wäre ein sich zu Tode verteidigen. Die AKWs könnten durch einen Beschuss hochgehen, wie nach dem Tsunami in Fukushima, die Notvorräte, die André Blattmann empfiehlt anzulegen, wären bald aufgebraucht"

Gewaltfreie Landesverteidigung? Mahatma Gandhi 2.0, ich dachte schon, er sei tot!

Arbeiten Sie bei Toyota? Dass ein Kampfflugzeug nichts gegen Marschflugkörper ausrichten kann, damit werben Sie. Aber mit gewaltfreiem Widerstand, damit schaffen Sie ganz bestimmt das Unmögliche.
Dann machen Sie mal schön! Das wird jeden Panzer und vor allem jeden Marschflugkörper gewaltig beeindrucken!

Abgesehen davon müssten auch Sie wissen, dass die Luftwaffe nicht dazu da ist, Marschflugkörper abzufangen, von denen weltweit übrigens keiner auf die Schweiz ausgerichtet ist.

Und um unsere Atomkraftwerke brauchen Sie sich keine Sorge zu machen, das kann ich Ihnen sogar garantieren. Denn wenn es tatsächlich soweit kommen sollte, dass irgendjemand darauf schiesst, dann haben wir mit Sicherheit eine weltweite Auseinandersetzung und längst grössere Probleme.
Zum Beispiel eine verglaste, mehrere hundert Grad Celsius heisse Kraterlandschaft in Süddeutschland, die 50x intensiver strahlt, als wenn Sie sich direkt auf den Reaktorkern in Gösgen setzen oder ein Bad im Reaktorwasser nehmen und die erst nach mehreren Tagen soweit abkühlt, dass man in Schaffhausen nicht mehr schwitzt und sich der Bodensee langsam über den Rheinzufluss wieder füllt.
Krise in der Ukraine wird genutzt aufzurüsten. Gibt es Alternativen?
Der Armeechef André Blattmann empfiehlt jetzt sogar für den Kriegsfall Notvorräte anzulegen. Blattmann ist auch für den Kauf der Gripen-Kampfjets. Auch wenn dieser Gripen in einigen Jahren vielleicht fliegen sollte, ist der Gripen nicht in der Lage Flugzeuge und Fernwaffen wie Marschflugkörper oder Raketen auf grosser Höhe und auf grosse Distanzen bekämpfen zu können. Genf und Basel liegen an der Grenze und auch das Atomkraftwerk Leibstadt. In Sekunden wären ausländischen Jets dort. Wohin der Einsatz von Armeen im Inneren eines Landes führen kann, wurde uns auf dem Balkan, in Tschetschenien, Georgien, in Afghanistan, im Irak, in Libyen und jetzt in Syrien blutig demonstriert. Die Folge des Einsatzes der Schweizer Armee im Inneren unseres Landes wäre ein sich zu Tode verteidigen. Die AKWs könnten durch einen Beschuss hochgehen, wie nach dem Tsunami in Fukushima, die Notvorräte, die André Blattmann empfiehlt anzulegen, wären bald aufgebraucht.

Zur militärischen Landesverteidigung gibt es gewaltlose Alternativen, wie sie der Berliner Friedensforscher Theodor Ebert (http://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Ebert_(Politikwissenschaftler) und auch Gene Sharp (http://de.wikipedia.org/wiki/Gene_Sharp) dokumentierten. Gerade in den baltischen Staaten waren gewaltlose Aktionen erfolgreich, um sich von der Sowjetunion abzulösen. In Estland wurde sie als „Singende Revolution“ bekannt. Die Revolution blieb auch noch friedlich als 1991 in Estland Panzer der Roten Armee der Sowjetunion einrollten. Falls die Esten mit Gewalt, mit Bomben und Anschlägen gegen die Rote Armee vorgegangen wären, wäre Estland vielleicht heute nicht unabhängig. Einen gewalttätigen Aufstand in den baltischen Staaten hätten die Russen vermutlich niedergeschlagen. Bekannt ist, dass es von Seiten der Sowjetunion damals Provokationen gab, Gewaltakte der Esten auszulösen, die dann militärische Schläge gerechtfertigt hätten.

Auch unter extremen Diktaturen, sogar unter dem N* (nicht erlaubtes Wort)regime, in Norwegen, Dänemark unter anderem, waren gewaltlose Aktionen oft erfolgreicher als Operationen der bewaffneten Résistance in Frankreich oder in Jugoslawien. Dazu gibt es eine umfangreiche Literatur, Friederich Ebert veröffentlichte schon 1972 die Studie "Gewaltfreier Aufstand - Alternative zum Bürgerkrieg", (auch als Taschenbuch publiziert) oder das Buch „Die gewaltfreie Aktion“ von Gernot Jochheim, erschienen 1984 im Rasch und Röhring Verlag.

Klar ist natürlich auch, dass gewaltlose Aktionen von Staaten verwendet werden können um einen Regimewechsel einzuleiten. Es gibt Hinweise, dass die USA solche Aktionen bewusst eingesetzt haben um Regierungen an die Macht zu bringen die nach ihrer Geige tanzen. Gene Sharps Studien sind da leider auch sehr hilfreich…
Es gibt nie den richtigen Zeitpunkt!
Hätte man auch schon früher erwähnen können.

Griechenland geht pleite.

Den Franzosen könnte ein Bürgerkrieg drohen. Wer sagte dies öffentlich?
Kann man sehen wie man will
Im Grunde sind wir uns einig. Strategisch war der Zeitpunkt falsch gewählt.

Sollen wir hier mal ehrlich Schreiben, was man ja nicht sollte: Die Ukraine geht mir wie den Meisten die Bestürzung und Betroffenheit heucheln so was am A**** vorbei. Die Krim ist bei den Russen besser aufgehoben.

Die ganze Nato- und EU-Osterweiterung ist totaler und gefährlicher Schwachsinn.Die EU hat sich mit Rumänien und Bulgarien schon genug Zusatzscheisse aufgeladen. Am besten gefiel mir die TV-Szene als ein Demonstrant zu einem Deutschen Journalisten sagte "Ihr habt schon 1945 ein's auf die Fresse gekriegt. Willst du noch eine?".

Wer glaubt man könnte den Russen ihre Schwarzmeerflotte und diesen Meerzugang einfach wegnehmen, der sollte sein Hirn untersuchen lassen. Genau so wie die Amerikaner reagieren müssten wenn jemand den Panamakanal übernehmen oder wieder Raketen auf Kuba stationieren würde. Man drängte Putin so in die Ecke dass er handeln musste und der handelt und quatscht nicht. Er macht das zudem so strategisch intelligent, dass die EU-Stümper nur lernen können. Um das zu verstehen, muss man mit Putin nicht das Heu auf der gleichen Bühne haben.
Sehe ich anders.
Ich beobachte die Foren in der Schweiz, Österreich und Deutschland seit Tagen etwas genauer. Die Wirkung ist nicht so, wie Sie glauben. Es ist nur eine Hand voll Utopisten, die über die Äusserungen Blattmanns lachen.
Wermuth, Galladé und co., unsere "Sicherheitsexperten" schlechthin natürlich.

Aus meiner Sicht ist die Kommunikation des VBS vom Sonntag verantwortungsvoll, im Sinne des Bevölkerungsschutzes. Zwar ist man das Risiko eingegangen, damit Stimmen für den Gripen zu verlieren, aber Blattmann hat die Prioritäten richtig gesetzt. Ich bin überzeugt, eine Mehrheit goutiert das.

Schauen wir doch jetzt einmal, was dort in der Ostukraine passiert. Welche Armee in Europa verfügt denn über Truppen, die diesen Profis etwas entgegenzusetzen hätte? Keine. Die Europäischen Anti-Terroreinheiten sind Kindergarten im Vergleich.
Das ist auch gar nicht anders möglich, da wir in einem Utopia mit hypnotisierten Streichelzoo-Vorstellungen der Welt aufgewachsen sind. Gewalt ist ja etwas, was bei uns schon pathologisiert ist. Schliesslich machen das die lieben und guten Amerikaner für uns.

Wir leisten uns den Luxus, über die eigene Landesverteidigung zu spotten, sie als Kindergarten, Spielzeug und Folklore zu degradieren und haben eine SIK, die eigentlich auch nicht mehr als eine Lobbyverein für und gegen Flugzeugkäufe darstellt, mit einer Kleinkinderzieherin als Vorsitzende.
Am besten wählen wir Kindergärtnerinnen und Hebammen als Korpskommandantinnen und Militärstrategen. Die können den Aggressoren dann Paroli bieten; bewaffnet mit Pampers!

Aber in Resteuropa sieht es nicht viel besser aus.
Dumme Aussage, dummer Zeitpunkt
Ich empfinde Roma Bettler und Diebe auf Schweizer Strassen als Abfall der beseitigt werden muss. Das denken die Meisten. Man darf es aber so nicht sagen, denn mit so einer Aussage ist man automatisch ein "xenophober Rassist". In der Schweiz darf man natürlich sagen was man denkt, man muss dann aber damit rechnen politisch, beruflich und sozial geächtet zu werden. Würde ein Politiker rauslassen er liesse sich gerne von einer Domina den Hintern versohlen, so wäre das zwar ehrlich aber seiner Wiederwahl kaum förderlich. Die Aussage von Blattmann gehört in eine ähnliche Kategorie. Man sollte sich in seiner Position überlegen, was man für einen Mist an die Öffentlichkeit trägt und vor allem zu welchem Zeitpunkt.

Als Befürworter einer starken Schweizer Armee und dem Gripen Kauf wünsche ich mir auch einen Armeechef der nicht im Reduitdenken verloren ist. Wir brauchen eine moderne, effiziente und gut gerüstete Armee und einen Chef der diese auch vor Medien vertreten kann. Blattmann ist oberpeinlich. Er kann zu Hause bunkern was er will, aber dies in der heutigen Zeit und das noch so kurz vor einer Abstimmung so zu kommunizieren ist eine Steilvorlage für Armeegegner . Auch ein Armeechef sollte vor dem Sprechen das Hirn einschalten. In Maurer's Department fällt man vor allem über seine eigenen Füsse.

Wäre ich BR Maurer würde ich in meinem Stall dafür sorgen, dass Alle mal ihre Fresse halten. Es ist kaum zu glauben wie stümperhaft generell PR gemacht wird. Die Gegenseite lacht sich ständig in's Fäustchen und spielt nun diese Geschichte und den "Plan B" geschickt aus. Es wird Zeit dass die BR Maurer und die Armee endlich einmal Profis kommunizieren lassen und auch ein paar junge Armeebefürworter in ihren Greisenstall einziehen lassen. Diese wüssten über Social Medias mehr als wie man es buchstabiert. Plakatwände waren gestern.
Schliesse mich an!
Danke Herr Blattmann! Der erste vernünftige Rat von offizieller Seite seit langem!
Danke Her Blattmann!
Der Bundesrat hat vor ein paar Jahren gesagt, dass man keinen Notvorrat mehr braucht.

Man sollte in der Regel das Gegenteil von dem machen, wo der BR empfiehlt.

Auch bei Abstimmungen!
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