Armeechef des Tschad bei Gefechten getötet
publiziert: Sonntag, 29. Okt 2006 / 20:49 Uhr

Djamena - Der Befehlshaber des Militärs im Tschad ist bei Gefechten mit Rebellen nahe der Grenze zum Sudan getötet worden. General Moussa Seugui sei eines von vier Opfern der Armee, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Die Regierung Tschads beschuldigt den Sudan, die Rebellen zu unterstützen.
Die Regierung Tschads beschuldigt den Sudan, die Rebellen zu unterstützen.
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Auf Seiten der Rebellen habe es etwa 100 Tote gegeben, hiess es weiter. Kurz zuvor hatte Verteidigungsminister Bichara Issa Djadallah über heftige Kämpfe seiner Soldaten gegen Rebellen der erst kürzlich gegründeten «Vereinigten Streitkräfte für Demokratie und Entwicklung» (UFDD) informiert.

Die Gefechte seien seit dem Morgengrauen in den Bergen von Hadjer Meram, rund 150 Kilometer nordöstlich von Am Timan, in Gang, sagte Djadallah. Beide Seiten meldeten, sie hätten die Oberhand gewonnen und den Gegnern dabei Verluste zugefügt.

Die UFDD, ein Zusammenschluss mehrerer Rebellengruppen im Tschad, hatte in der vergangenen Woche ihre Offensive verstärkt und zwischenzeitlich die Städte Am Timan und Goz Beida eingenommen.

Bombardements der sudanesischen Luftwaffe

Die Regierung Tschads beschuldigt den Sudan, die Rebellen zu unterstützen. Regierungssprecher Hourmadji Moussa Doumgor berichtete am Samstag von neuerlichen Bombardements der sudanesischen Luftwaffe im Grenzgebiet. Dabei seien Wohnhäuser zerstört worden.

Aussenminister Ahmat Allami drohte mit Gegenwehr. Er forderte die Vereinten Nationen, die Afrikanische Union sowie die Staaten der Sahel-Zone auf, die Angriffe zu verurteilen. Die Regierung in Khartum wies die Vorwürfe zurück. «Diese Anschuldigungen sind unbegründet», erklärte der Sprecher des Aussenministeriums.

Erst im August hatten sich die beiden afrikanischen Länder nach einer schweren diplomatischen Krise miteinander ausgesöhnt. Beide Länder hatten sich in der Vergangenheit wiederholt beschuldigt, regierungsfeindliche Rebellen im jeweiligen Nachbarland zu unterstützen.

(smw/sda)

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